Neue SoftwareCovid-Verlauf auf einen Blick

Hausarztpraxen, die an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg teilnehmen, erhalten für die Begleitung von Covid-19-Patienten ein neues Tool an die Hand: die vom Uniklinikum Heidelberg entwickelte Software "CovidCare".

Hausarztpraxen, die an der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg teilnehmen, erhalten für die Begleitung von Covid-19-Patienten ein neues Tool an die Hand: die vom Uniklinikum Heidelberg entwickelte Software "CovidCare".
Ein Blick ins "CareCockpit": Für Corona-Patienten gibt es hier ein neues Modul.© Universitätsklinikum Heidelberg

Stuttgart. Seit 30. April steht HZV-Praxen in Baden-Württemberg mit CovidCare eine Software zur Verfügung, die die Versorgung von Covid-19-Patienten verbessert und Hausärzte entlastet. Im Fokus sind Patienten, die zu einer vom RKI definierten Risikogruppe gehören. Entwickelt wurde CovidCare von der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg. CovidCare dockt an das hausarztpraxis-basierte Case Management für chronisch kranke Patienten (PraCMan) an, kann jedoch auch ohne entsprechende Erfahrung eingesetzt werden.

Dessen Herzstück, die CareCockpit-Software, ermöglicht ein strukturiertes Monitoring, welches telefonisch durchgeführt werden kann, und eine einfache und einheitliche Dokumentation vorhält. CovidCare ermögliche so eine gezieltere und sichere Patientenbetreuung und trage dazu bei, Verschlechterungen des Gesundheitszustands frühzeitig zu erkennen, so die Vertragspartner.

„Die softwaregestützte Verlaufskontrolle mit Terminübersicht und Visualisierung auf einer Zeitachse sind sehr sinnvoll und benutzerfreundlich“, so Dr. Thomas Heyer, Vertreter des Hausärzteverbands Baden-Württemberg. Es ermögliche eine bessere Wahrnehmung und Einschätzung des Krankheitsverlaufes und ein frühestmögliches Erkennen einer Verschlechterung.

40 Euro zusätzlich pro Krankheitsfall

CovidCare besteht aus den drei Elementen

  • Patientenanlage,
  • Assessment und
  • Telefonmonitoring.

Die strukturierte Versorgung erfolgt unter Einbeziehung einer qualifizierten Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH). Profitieren können von dem neuem Versorgungsmodul Versicherte im AOK HausarztProgramm, auch Patienten in Pflegeheimen können teilnehmen. Die Praxen können pro Krankheitsfall 40 Euro zusätzlich abrechnen. Teilnahmevoraussetzung ist die Durchführung einer 30-bis 60-minütigen Online-Schulung für die VERAH. Für die Hausärzte wird ebenfalls eine 15-bis 30-minütige Online-Schulung angeboten.

„Wir haben uns gemeinsam mit den ärztlichen Vertragspartnern für CovidCare entschieden, weil es die Versorgung von Patienten mit Coronainfektionen strukturierter und sicherer macht und gleichzeitig den Hausarzt entlastet. Mit PraCMan verfügen wir bereits seit 2014 über ein etabliertes Versorgungsprogramm, über das derzeit rund 20.000 Versicherte in über 700 Hausarztpraxen versorgt werden“, sagt Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Dr. Werner Baumgärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg und MEDI GENO Deutschland, betont: ”Die Hausärzte sind essentiell für die Versorgung von Coronapatienten. Da es in vielen Praxen immer noch an ausreichender Schutzausrüstung mangelt, hilft CovidCare die ambulante Versorgung zu sichern und bietet gleichzeitig bestmöglichen Infektionsschutz für Ärzte und Praxispersonal.“

Wissenschaftliche Evaluation geplant

Das CovidCare-Modul soll kontinuierlich weiterentwickelt und für wissenschaftliche Fragestellungen zur besseren Bewältigung der Coronapandemie genutzt werden.

Teilnehmende Praxen können dazu für Patienten, die ihr Einverständnis schriftlich erklärt haben, pseudonymisierte klinische Daten verschlüsselt über einen sicheren unidirektionalen Weg an die Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung der Universität Heidelberg weiterleiten.

M. King

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