DEGAM-Präsident im Audio-Interview“Auch digitale Innovationen müssen kritischer Prüfung standhalten”

Digitalisierung ist das Lieblingsthema von Gesundheitsminister Spahn, doch nicht alle seine Vorhaben stoßen auf Gegenliebe. Im Podcast gibt DEGAM-Präsident Prof. Martin Scherer Kontra.

Berlin. Digital bedeutet nicht automatisch besser: „Gerade bei der Digitalisierung müssen wir auf Evidenzbasierung achten“, betont Prof. Martin Scherer im Podcast von „Der Hausarzt“. Der DEGAM-Präsident gibt damit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deutliche Widerworte, dessen Gesetzesentwürfe immer wieder darauf abzielen, evidenzbasierte Verfahren im Gesundheitswesen auszuhebeln.

So sieht etwa das Digitale-Versorgung-Gesetz vor, dass die Kassen Gesundheits-Apps bezahlen, deren Nutzen aber erst nach einem Jahr nachgewiesen werden muss. „Derzeit nimmt die Unsicherheit unter Patienten zu, das macht empfänglich für Heilsversprechen. Genau deswegen dürfen wir nur das als Innovation bezeichnen, was auch einer kritischen Prüfung standhält und wirklich den Patienten nutzt“, sagt Scherer.

“Mir würde bange um die Patienten”

Die sprechende Medizin werde mit der Digitalisierung noch wichtiger, denn die zunehmende Informationsflut steigere nicht die Gesundheitskompetenz der Menschen. Gerade deswegen brauche es weiterhin Hausärzte als zentrale Ansprechpartner. „Würden sie zum Beispiel mittels Handy umgangen, wird es mir bange – nicht um unseren Berufsstand, sondern um die Patienten“, warnt Scherer vor Qualitätseinbußen.

Deutscher Hausärzteverband und DEGAM müssten jetzt gemeinsam Ideen für digitale Prozesse, elektronische Patientenakte und Datenschutz entwickeln.

“Primärarztsystem gehört in hausärztliche Hand”

Darüber hinaus räumt Scherer im Podcast mit Irrtümern über die Allgemeinmedizin auf und erklärt, warum sich das Fach immer wieder beweisen muss und wie sich das ändern lässt.

Zusammen mit dem Hausärzteverband wolle er zudem die Hausarztzentrierte Versorgung weiter stärken. Ideen, ein Primärarztsystem ins KV-System zu integrieren erteilte er aber eine Absage. „Dort liegen die Mehrheiten oft auf Seiten der Spezialisten. Die Gestaltung muss aber in hausärztlicher Hand liegen, weil nur wir die Experten für unser Fach sind“, schließt sich Scherer dem Hausärzteverband an.

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