Forum PolitikTele-Arzt: Hausbesuch der neuen Generation

Internet, eine Webcam und ein Tablet: Es braucht nur wenig, um als TeleArzt zu arbeiten, bringt aber viel Entlastung für Praxen in Stadt und Land.

Seit 1. Mai können Hausärzte am Projekt TeleArzt teilnehmen. Zunächst startet der Vertrag mit der GWQ, ein Dienstleister für Betriebs- und Innungskrankenkassen, sowie mit dem PKV-Verband in Bayern, Hessen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz und Westfalen-Lippe.

Den Vertrag „TeleArzt“ nach Paragraf 140a SGB V hat die TAG TeleArzt GmbH entwickelt. Er kombiniert die ­Vorteile von modernem Gesundheitsdatenmanagement und die Verfügbarkeit ­zeitgemäßer Kommunikationsstrukturen für ­einen ‚Hausbesuch der neuen Generation‘. Teilnehmen können Hausärzte, die in den HZV-Vertrag mit GWQ oder unter Beteiligung der GWQ eingeschrieben sind. Versicherte der durch GWQ ­vertretenen Krankenkassen können sich ab 1. ­Juli in den Vertrag einschreiben, auch wenn sie nicht an der HZV teilnehmen. ­Neben Hausärzten und mobilitätseingeschränkten Patienten mit definierten Krankheitsbildern spielt die Versorgungsassistenz in der Hausarztpraxis (VERAH) bei „TeleArzt“ eine zentrale Rolle.

Spezieller Telemedizin-Rucksack

An diese speziell für die Hausarztpraxis fortgebildeten MFA kann der Hausarzt Hausbesuche delegieren. Für ihn entfällt damit die Fahrzeit zum Patienten, sodass er sich in der Praxis weiter um Sprechstunden-Patienten kümmern kann. Die VERAH ist vom Hausarzt instruiert, welche Gesundheitswerte sie beim ­Patienten erheben soll, und kann die an sie ­delegierten Aufgaben beim Patienten mithilfe der Telemedizin ausführen. Dafür greift sie auf einen speziell ausgerüsteten Telemedizin-Rucksack zurück, er enthält: 3-Kanal-EKG, Puls­oximeter, Blutzucker- und Blutdruckmessgerät, Waage sowie Spirometer. Alle Geräte übertragen die Messdaten per Bluetooth an ein Tablet, über das die VERAH diese zur ­Dokumentation an die Praxis-EDV übermittelt. Zudem kann sie Arznei-Checks per Scanner oder eine Sturz-Risiko-Analyse vornehmen. Neben der ­Online-Schulung für die Weiterqualifizierung der VERAH, wird eine Präsenzschulung empfohlen (Mehr: www.servicegesellschaft-hausarztpraxis.de).

Arzt per Video fragen

Ist alles im Lot, kann die VERAH zum nächsten Patienten aufbrechen. Sind medizinische Fragen offen, wird der Hausarzt per Videokonferenz dazu geschaltet. Im Onlinegespräch kann er sich einen Eindruck vom Patienten machen und die ­weitere medizinische Behandlung mit der VERAH abstimmen. Dieses Vorgehen und spezielle ­Präventionsleistungen der VERAH honoriert die Kasse on top zur HZV oder gesondert auf Grundlage der GOÄ (s. Tab.).

Darüber hinaus wird die Compliance durch die Patientenbetreuung im häuslichen Umfeld erhöht und zum anderen das Vertrauensverhältnis zwischen HZV-Hausarzt, VERAH und Patient gestärkt. Ein weiterer Vorteil dürfte die Reduktion von ­Klinikaufenthalten und Krankentransporten sein. Der Patient bleibt länger in seiner gewohnten Umgebung und gewinnt so deutlich an Lebensqualität.

Vollständig ersetzen kann der „TeleArzt“-Ansatz den Sprechstundenbesuch und das persönliche Hausarzt-Patienten-Miteinander ­sicher nicht, doch wird er Hausbesuche effizienter machen und diese patientenfreundliche Betreuung damit auch in Zukunft sichern. Neben einer Webcam am Praxis-Computer und einer Internetverbindung benötigt die Praxis nur den Telemedizin-Rucksack, den sie ­mieten kann. Dazu wird mit dem Rucksack-Anbieter ein Mietvertrag geschlossen.

Hinter der TAG TeleArzt GmbH stehen Initiator und Hausarzt Dr. Thomas Aßmann, die Pro Versorgung Care AG, eine ­Initiative des Deutschen Hausärzteverbandes sowie die vitaphone GmbH, die die telemedizinische Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Weitere Informationen sowie die Vertragsunterlagen zum Vertrag „TeleArzt“: www.tele-arzt.com.

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