Forum PolitikKommentar: „AKR sind für Hausärzte untauglich“

Bei Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) stellen sich Ärzten die Nackenhaare auf. Dabei ist durchaus eine positive ­Seite denkbar: Würden Beratungsanlässe in der Hausarztpraxis erfasst, würde damit besser als bisher das Spektrum hausärztlicher Aufgaben – „von der Wiege bis zur Bahre“ – ­dokumentiert. Das entzöge mancher Debatte um „grundversorgende Fachärzte“ oder substituierende Gesundheitsberufe die Basis. Der Kodieraufwand für Ärzte müsste aber ­minimiert und von Kassen finanziert ­werden! So müssten die AKR etwa im Hintergrund des PVS ­laufen. Nur so ­würde die Versorgung der Patienten nicht ­beeinträchtigt. All dies leisten die AKR aber nicht! So berücksichtigen sie zum Beispiel haus­ärztliche Behandlungsanlässe und Prozeduren nicht.

Blicken wir zurück in 2011, hatten die AKR auch eine andere Funktion: Sie sollten die Anwendung der ICD-10 regeln, als ­Grundlage für den morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich zwischen den Kassen. Dabei wurden für die Kodierung von Erkrankungen bestimmte Untersuchungen schematisch vorgeschrieben, die teils Spezialisten übernehmen mussten – mit bekanntem Ergebnis: Die Ärzte wendeten sich gegen den bürokratischen Overkill, die AKR verschwanden in der Schublade. Dies ersparte den Hausärzten ein untaugliches Instrument, das zur Geldverteilung gedacht war und wertvolle Zeit für die Patientenversorgung vernichtet hätte.

Das angestrebte Ziel ist noch immer dasselbe: Von präziseren Kodierungen versprechen sich die Krankenkassen höhere Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds, daher haben sie die AKR wieder ins Gespräch gebracht. Auch deswegen müssen wir den AKR erneut eine Absage erteilen!

Robert Festersen, Geschäftsführer Deutscher Hausärzteverband

Lesen Sie dazu auch: "AKR: Zeitfresser in der Praxis?"

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, ÄiW, Medizinstudenten und MFA ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Alle hausärztlich relevanten Ereignisse und News
Nur Meldungen aus der (Berufs-)Politik
Nur Praxiswissen (Abrechnung, Organisation)
Nur Meldungen aus Medizin und Wissenschaft
Neue Spickzettel, Checklisten u.ä.
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben