Gemeinsamer BundesausschussMenschen mit Behinderung in die Klinik begleiten – Krankengeld möglich

Laut der neuen Krankenhausbegleitungs-Richtlinie können Personen, die einen Menschen mit Behinderung bei dem stationären Aufenthalt begleiten, Anspruch auf Krankengeld haben. Die neuen Regeln und Voraussetzungen gelten ab 1. November.

Wenn zum Beispiel Angehörige einen Patienten mit Behinderung bei einem Krankenhausaufenthalt begleiten, haben sie unter Umständen Anspruch auf Krankengeld.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat verschiedene Voraussetzungen definiert, damit eine Begleitperson, die aus dem persönlichen Umfeld des Patienten stammen muss, Anspruch auf Krankengeld hat. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

Anspruch auf eine Begleitung haben nur Patientinnen und Patienten, die Leistungen der sogenannten Eingliederungshilfe nach Teil 2 des SGB IX beziehen. Das sind in der Regel Menschen mit Behinderung, die bereits im Alltag regelhaft einen Bedarf an Begleitung und Unterstützung durch eine vertraute Bezugsperson haben.

Es können aber auch Menschen mit Behinderungen sein, die ausschließlich in bestimmten Situationen (zum Beispiel bei Krankenhausbehandlung aufgrund der besonderen Belastungssituation oder wegen der Einbindung in ein Therapiekonzept) begleitet werden müssen.

Ohne Begleitperson keine Klinikbehandlung möglich?

Die Einschränkung beziehungsweise Behinderung eines Menschen allein ist wiederum kein begründendes Kriterium für die Mitaufnahme einer Begleitperson ins Krankenhaus. Vielmehr muss der Klinikaufenthalt medizinisch notwendig sein und ohne Begleitperson würde die notwendige Krankenhausbehandlung verweigert werden.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass die Begleitperson nötig ist, um den Anweisungen des Klinikpersonals Folge zu leisten oder wenn die Begleitung ins therapeutische Konzept im Krankenhaus eingebunden werden muss. Die Kriterien für die medizinische Notwendigkeit einer Mitaufnahme sind in der Tabelle zusammengefasst.

Einweisungsformular wird angepasst

Eine ärztliche oder psychotherapeutische Notwendigkeit, dass eine Begleitung medizinisch erforderlich ist, kann auf dem Formular 2 „Verordnung von Krankenhausbehandlung“ bescheinigt werden. Das Formular 2 und die Hinweise zum Ausfüllen werden derzeit angepasst.

Alternativ können Ärztinnen und Ärzte auch formlose, bis zu zwei Jahre gültige Bescheinigungen ausstellen. Damit kann beispielsweise im Falle einer stationären Notaufnahme die medizinische Notwendigkeit der Mitaufnahme einer Begleitperson gegenüber dem Krankenhaus ohne Zeitverlust bescheinigt werden.

Krankenhaus trifft finale Entscheidung

Die abschließende Entscheidung über die Mitaufnahme einer Begleitperson trifft – nicht zuletzt auch unter Pandemiebedingungen – das Krankenhaus, da nur dort zum Zeitpunkt der Aufnahme beurteilt werden kann, ob und in welchem Umfang sich die Schädigungen und Beeinträchtigungen auf die aktuelle Krankenhausbehandlung auswirken.

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, VERAH® und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation

Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.

Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Mit der Registrierung als Mitglied im Hausärzteverband stimmen Sie zu, dass wir Ihre Mitgliedschaft überprüfen.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Spicker, Checklisten und Medizin für die hausärztliche Praxis, berufspolitische News, Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben, sowie Neues aus Wissenschaft und Organisation
Nachrichten aus der Industrie

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.