IQWiGForschungslücken bei Multipler Sklerose

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) wollte verschiedene Therapien bei Multipler Sklerose miteinander vergleichen. Was fehlte, waren ausreichend Studiendaten.

MS ist in Mitteleuropa die häufigste entzündliche Erkrankung des ZNS.

Es fehlt an versorgungsnahen Studiendaten zur Therapie von schubförmig remittierender Multipler Sklerose (MS). Zu diesem Schluss kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach Abschluss einer Untersuchung im Auftrag des G-BA.

Ziel der Untersuchung war die vergleichende Nutzenbewertung von Alemtuzumab, Cladribin, Dimethylfumarat, Fingolimod, Natalizumab, Ocrelizumab, Ofatumumab, Ozanimod, Ponesimod und Teriflunomid untereinander zur Therapie von Erwachsenen mit hochaktiver schubförmig remittierender MS trotz Vorbehandlung.

Dabei berücksichtigte das IQWiG verschiedene Therapiestrategien, sodass sich vier Fragestellungen ergaben:

  1. Eskalationstherapie versus Basistherapie,
  2. Eskalationstherapie mit Möglichkeit der Deeskalation versus Basistherapie,
  3. Eskalationstherapie versus Eskalationstherapie mit Möglichkeit der Deeskalation,
  4. der Vergleich verschiedener Wirkstoffe innerhalb einer Therapiestrategie.

Die abschließenden Ergebnisse der Nutzenbewertung sind dem IQWiG zufolge lückenhaft. Der Vergleich verschiedener Wirkstoffe innerhalb einer Therapiestrategie sei auf Basis der vorliegenden Daten nur für die Eskalationstherapie möglich. Hier liegen laut IQWiG zwar für sieben Wirkstoffe Studiendaten vor, allerdings kaum direkt vergleichende Daten.

Ergebnisse zu solchen direkten Vergleichen gebe es für drei Wirkstoffe: Demnach bieten Ofatumumab und Ponesimod einen höheren Nutzen für Betroffene (jeweils im Vergleich mit Teriflunomid). Zu zwei Wirkstoffen hätten Hersteller keine Daten für die Nutzenbewertung übermittelt.

In der einzigen Studie, die Daten zum Vergleich einer Eskalation gegenüber der Fortführung einer bestehenden Therapie liefere, sei Alemtuzumab als Eskalationstherapie einer Basistherapie mit Interferon-beta 1a überlegen.

Für die Fragestellungen zu Eskalationstherapien mit Möglichkeit der Deeskalation seien keine relevanten Studien identifiziert worden, so das IQWiG.

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