Colitis ulcerosaVitaminsubstitution nur bei Mangel

Die Rolle der Ernährung wurde zur Prävention von Colitis ulcerosa (CU) wohl bisher überschätzt. Zu diesem Fazit gelangen die Experten in der aktualisierten S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Sie legt jetzt einen Fokus auf Ernährung und Infektionen.

Das Stillen ausgenommen, belegten keine Studien Effekte einer bestimmten Ernährung, um der Erkrankung vorzubeugen. Anders bei Kindern: Würden sie mindestens sechs Monate gestillt, sei ihr Risiko um fast ein Viertel reduziert, später an einer CU zu leiden, als nicht oder kürzer gestillte Kinder.

Verglichen mit Gesunden hätten Patienten mit aktiver CU, gerade Kinder, ein fünffach höheres Risiko für Mangelernährung. Ärzte sollten die Versorgung mit Nährstoffen daher regelmäßig prüfen. Fehlende Nährstoffe sollen zugeführt werden, eine generelle Vitamin- oder Spurenelementsubstitution sei aber nicht sinnvoll.

Ebenso raten die Experten von speziellen Diäten ab. Da sehr viele Patienten auf komplementäre Therapien setzen, sollen Ärzte diese erfragen. Diese Verfahren sollten evidenzgesicherte Therapien nicht ersetzen, heißt es. Ergänzend könnten Patienten etwa achtsamkeitsbasierte Verfahren zur Stressreduktion, Yoga oder Akupunktur anwenden. Bei pflanzlichen Heilverfahren kämen komplementär Flohsamen, Curcumin sowie eine Kombination aus Myrrhe, Kamillenblütenextrakt und Kaffeekohle infrage.

Die Ursachen für die Entstehung einer CU seien nicht geklärt, zentral scheine aber eine Fehlsteuerung des Immunsystems zu sein. Viele nähmen daher immunsuppressive Medikamente ein. Damit steige die Gefahr von bakteriellen oder viralen Infektionen, gerade bei mehreren Arzneien. Vor Therapiebeginn sollten Ärzte daher den Impfstatus prüfen und fehlende Impfungen nachholen.

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