OTC-VerordnungG-BA weicht Beschränkung für Calcium und Vitamin D auf

OTC-Präparate dürfen Ärztinnen und Ärzte nur in bestimmten Fällen auf Kassenkosten verschreiben. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat für Calcium und Vitamin D nun zwei neue Fälle in seine OTC-Übersicht aufgenommen.

Nicht verschreibungspflichtige Medikamente dürfen nur in Ausnahmefällen auf Kassenkosten verordnet werden.

Berlin. Calciumverbindungen und Vitamin D dürfen Ärztinnen und Ärzte auch bei einer Therapie mit den Antikörpern Denosumab und Romosozumab sowie Parathormonrezeptor-Agonisten (PTHR1), etwa Teriparatid oder Abaloparat, auf Kassenkosten verschreiben. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) klargestellt und die OTC-Übersicht zur Arzneimittel-Richtlinie angepasst. Die Änderungen treten in Kraft, sofern das Bundesgesundheitsministerium keine Einwände einlegt.

Bisher wurden Calcium und Vitamin D gesetzlich Versicherten als Begleitmedikation etwa zur Osteoporosebehandlung mit Bisphosphonat verordnet. Diese Ausnahmeregelung hat der G-BA nun also auf die anderen Therapieoptionen erweitert.

Wichtig: Damit die Krankenkassen die Kosten für die OTC-Präparate tragen, muss aus der Fachinformation der jeweiligen medikamentösen Haupttherapie hervorgehen, dass diese die Begleitmedikation mit Calcium und Vitamin D voraussetzt.

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