UV-gefährdetAuch Tiere bekommen Sonnenbrand

Sonnenschutz ist auch für Haus- und Nutztiere wichtig. Vor allem Tiere mit hellem, kurzem oder dünnem Fell können leicht einen Sonnenbrand bekommen.

Endlich ist Sommer, die Sonne scheint, und uns zieht es alle nach draußen, vor allem nach dieser langen Zeit des Lockdowns. Wer in die Sonne geht, muss seine Haut vor UV-Strahlen schützen. Das ist inzwischen hinlänglich bekannt. Was aber nicht jedem bekannt sein dürfte, ist, dass das genauso für unsere Haus- und Nutztiere gilt. Denn auch Fellnasen brauchen Schutz vor der Sonne. Darauf weisen viele Tierärzte auf ihren Internetseiten hin.

Gefährdet sind vor allem weißhaarige Tiere, Tiere mit weißen Stellen im Fell oder besonders kurzem und dünnem Fell. Besonders gefährdet sind Katzen, die so gerne in der Sonne schlafen, aber auch langhaarige Hunde mit “Sommerschnitt”, deren Fell also für den Sommer extra kurz geschoren wurde. Das ist keine gute Idee, denn die Haare sind ein wirksamer Sonnenschutz.

Dermatitis solaris kann alle Säugetiere treffen

Häufig tritt Sonnenbrand an besonders exponierten Stellen auf oder an den Stellen, die nur wenig oder gar nicht fellbedeckt sind, wie etwa der Nasenrücken, die Ohrränder oder die Region um die Augen. Ein Sonnenbrand am Bauch, vor allem im Leistenbereich, wo die Haare dünner sind, können Tiere bekommen, die sich viel auf reflektierenden Oberflächen wie glasierten Terrassenplatten aufhalten.

Zu den Hunderassen, die besonders gefährdet sind, gehören Dalmatiner, Weimaraner, helle Pitbulls, Greyhounds, Chinese Crested, aber auch Boxer, gelbe Labradore und Golden Retriever.

Alle Säugetiere können eine Dermatitis solaris bekommen: Hunde, Kaninchen, Schweine. Auch Rinder mit weißen Gesichtern sind gefährdet und können sogar Karzinome um die Augen und auf dem Nasenrücken entwickeln.

Auch von Pferden ist Sonnenbrand an Blessen im Gesicht bekannt. Sogar die Haut von Walen kann von der Sonne verbrannt werden, wenn sie an die Oberfläche kommen, um zu atmen. Weidetiere sind besonders UV-gefährdet, wenn sie auch noch Pflanzen fressen, die die Haut photosensitiv machen, wie etwa Johanniskraut.

Katzen entwickeln eher Krebs

Am schlimmsten trifft es Katzen. Bei ihnen entwickelt sich eher Krebs als etwa bei Hunden. Tiere bekommen durch UV-Strahlung übrigens eher ein Plattenepithelkarzinom statt eines malignen Melanoms wie beim Menschen. Krebs am Auge, nahe des nasalen Duktus, zum Beispiel kann bei Katzen Folge intensiver Sonnenstrahlung sein.

Doch gerade Katzen lieben die Sonne. Sie genießen es, in der Sonne zu liegen und zu schlafen. Und genau das sollten Herrchen und Frauchen unmöglich machen. Sie sollten ihre Katze im Sommer in der Mittagszeit nicht rauslassen.

Schutz vor der prallen Sonne ist natürlich auch für die anderen Tiere die wichtigste Erstmaßnahme. Weder Katze, noch Hund sollten in der Mittagszeit der prallen Sonne ausgesetzt werden. Muss ein Hund dennoch raus, kann man gefährdeten Tieren ein weißes T-Shirt anziehen.

Risikofaktor Hitzschlag

Grundsätzlich sollte man im Sommer längere Spaziergänge mit dem Hund in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen, was ja auch für Herrchen und Frauchen angenehmer ist.

Wie für uns gibt es auch für Haus- und Nutztiere Sonnencremes und Sonnenmilch, mit denen man gefährdete Stellen wie Katzenohren und Hundenasenrücken oder auch empfindliche Bauchregionen einreiben kann. Auch für Pferde gibt es spezielle Sonnenpräparate. Empfohlen wird ein hoher Lichtschutzfaktor.

Notfalls kann man auch Sonnenprodukte für Menschen mit einem Lichtschutzfaktor ab 20 verwenden. Sie sollten aber keine Farb- und Konservierungsstoffe und auch kein Parfum enthalten. Vorsicht bei Katzen: Sonnenmilch auf Ölbasis kann für sie toxisch sein, wenn sie sie schlucken.

Für Katzen sollten nur Präparate auf Wasserbasis verwendet werden. Natürlich lecken die Tiere die teure Creme sofort ab. Doch sie schaffen es nie, wirklich alles abzulecken. Deshalb kann eine Sonnencreme schon einen gewissen Schutz bringen.

Auch Hitzschlag ist ein Risiko, vor dem wir unsere Haustiere schützen müssen. Gerade dicht behaarte oder langhaarige große Hunde, aber auch sehr junge und sehr kleine Hunde neigen zum Hitzschlag, wenn sie an heißen und schwülen Tagen im Auto gelassen werden. Geöffnete Fenster oder Schiebedächer reichen nicht aus, es sterben immer wieder Hunde, die im heißen Auto warten müssen.

Auch Vögel, Kaninchen oder Meerschweinchen sind gefährdet. Ihre Käfige dürfen nie in die Sonne gestellt werden. Die kleinen Heimtier-Häuschen bieten keinen ausreichenden Schutz.

Und noch etwas gilt es zu bedenken:

Natürlich können Hundepfoten nicht direkt von der Sonne verbrannt werden. Dennoch haben sehr viele Hunde im Sommer verbrannte Pfoten vom Laufen auf heißem Asphalt. Dann können wochenlang Verbände nötig sein, was sehr unangenehm für die Hunde ist. Deshalb daran denken: Wir würden nie barfuß auf heißem Asphalt laufen; unserem Hund sollten wir das auch nicht zumuten.

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