Grundimmunisierung von Säuglingen 2+1 statt 3+1

Für die Sechsfachimpfung im Säuglingsalter empfiehlt die STIKO nun das 2+1-Schema. Dieses sieht eine Impfstoffdosis weniger vor als das bisherige 3+1 Schema. Was dabei besonders zu beachten ist.

Laut STIKO ist es für einen sicheren Impfschutz beim 2+1 Schema besonders wichtig, frühzeitig im Alter von acht Wochen mit der Impfserie der Grundimmunisierung zu beginnen

Berlin. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung für die Sechsfachimpfung im Säuglingsalter aktualisiert: Sie empfiehlt nun das reduzierte “2+1-Impfschema”, welches für die Grundimmunisierung von Säuglingen bei vergleichbarem Impfschutz eine Impfstoffdosis weniger vorsieht als das bisherige 3+1 Schema.

Ziel sei es, den Impfplan zu vereinfachen, Arzttermine für Säugling und Eltern einzusparen und so die zeitgerechte und vollständige Umsetzung der Sechsfachimpfungen für Ärzte und Eltern zu erleichtern, so die STIKO. Die verfügbaren Sechsfachimpfstoffe sind für beide Impfschemata zugelassen.

Zeitgerecht impfen

Die STIKO betont, dass es für einen sicheren Impfschutz bei diesem reduzierten Impfschema besonders wichtig ist, frühzeitig im Alter von acht Wochen mit der Impfserie der Grundimmunisierung zu beginnen und die folgenden Impfungen zu den empfohlenen Zeitpunkten im Alter von vier und elf Monaten durchzuführen.

Für einen zuverlässigen Langzeitschutz sei es besonders wichtig, zwischen der zweiten und dritten Impfstoffdosis einen Abstand von mindestens sechs Monaten einzuhalten (daher die Bezeichnung “2+1”). Die STIKO empfiehlt, die Impfserie um den ersten Geburtstag abzuschließen, damit die Kleinkinder auch bei frühem Kindergarteneintritt geschützt sind.

Auf Sorgen der Eltern eingehen

Die Empfehlung der zeitgerechten Impfung galt auch schon für das 3+1 Schema (mit drei Dosen in kurzem Abstand und einer Dosis nach längerem Abstand), allerdings sei in Deutschland nur ein kleiner Anteil der Säuglinge zu den empfohlenen Zeitpunkten geimpft worden.

Oft würden Eltern ihre jungen Säuglinge aus Sorge vor einer Überforderung des Immunsystems möglichst spät impfen wollen – ohne zu bedenken, dass gerade diese impfpräventablen Erkrankungen im jungen Säuglingsalter besonders gefährlich sind und Impfungen die einzige sichere Schutzmöglichkeit bieten. Ärztliche Aufgabe sei es, diese Sorgen im Gespräch aufzugreifen und die Vorteile eines frühzeitigen Impfbeginns zu erklären.

Frühgeborene weiter nach 3+1 Schema impfen

Frühgeborene, die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren sind, sollten laut STIKO wegen des noch nicht ausgereiften Immunsystems weiterhin nach dem 3+1 Schema geimpft werden und Impfungen im Alter von zwei, drei, vier und elf Monaten erhalten.

Die Sechsfach-Impfung schützt gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B. Die aktualisierte STIKO-Empfehlung und die wissenschaftliche Begründung sind im Epidemiologischen Bulletin 26/2020 zu finden.

Quelle: Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts vom 25.06.2020

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