QualitätsmanagementRezept für gute Teamarbeit

Ein Team zu sein ist einfach. Aber ein gutes Team zu sein? Was bedeutet das? Und wie nähert man sich im Praxisalltag diesem Ziel? Mit ein paar wenigen Zutaten lässt sich ein gutes Miteinander realisieren.

1. Die “Grundzutat”: Personalauswahl

Der Weg zu einem guten Team beginnt bei der Mitarbeiterauswahl. Wollen Sie ein komplett neues Team aufbauen oder müssen Sie eine Stelle nachbesetzen? In letzterem Fall taucht hier bereits die erste Hürde auf, denn die Auswahl auf dem Personalmarkt ist aufgrund des demografischen Wandels zurzeit relativ eingeschränkt.

Zahlreiche Hausarztpraxen berichten von einem Mangel an gut ausgebildeten Medizinischen Fachangestellten (MFA).

Die ideale Kandidatin lässt sich vielleicht nicht auf Anhieb oder nur schwer finden. Dennoch tun Sie gut daran, Ihr bestehendes Team mit in den Auswahlprozess einzubeziehen, zumindest dann, wenn Sie schon eine gewisse Vorauswahl getroffen haben. Damit stellen Sie sicher, dass erstens der Bewerbungsprozess grundsätzlich bekannt ist und zweitens die Akzeptanz für den künftigen Kollegen oder die künftige Kollegin größer ist.

2. Hilfen bei der Teamentwicklung

Ein neues Team – ob nun komplett neu oder nur ergänzt um neue Kollegen – muss sich erst zusammenfinden. Dabei durchläuft es verschiedene Phasen, bevor es gut miteinander performt. Wichtig ist, dass diesem Entwicklungsprozess Zeit zugestanden wird. Sind die Grundlagen der Einarbeitung standardisiert worden, dann erleichtern diese ein schnelleres Einfinden in die Gruppe.

Im Rahmen dieses Zusammenfindens sind die Persönlichkeitsstrukturen des Einzelnen zu berücksichtigen. Manchem fällt es leichter, seine Rolle im Team zu finden, bei anderen können Schwierigkeiten auftauchen. Womöglich müssen auch bereits bestehende Rollen und Zuständigkeiten verändert werden. Daher ist es die Aufgabe der Führungskraft, diesen Prozess der Neustrukturierung unterstützend zu regeln.

Wichtig ist auch, dass seitens der Führung geklärt wird, welche Mission, Vision und Ziele mit der Teamarbeit erreicht werden sollen. Einen Knackpunkt in Praxen bildet die Schichtarbeit, wenn das Team fast nie vollständig zusammenkommt. Hier muss in besonderem Maße ein Instrument geschaffen werden, das die anderen permanent über Änderungen informiert. Für ein gegenseitiges Kennenlernen und um sich nicht aus den Augen zu verlieren, sind regelmäßige, gemeinsame Veranstaltungen zu vereinbaren.

3. Teamkultur als “Bindemittel”

Für ein gutes Miteinander kommt es auf die Verhaltensweisen und Fähigkeiten jedes einzelnen Teammitglieds an. Die Leitung als Vorbild hat zudem die Aufgabe, Werte zu vermitteln und vorzuleben. Ein respektvoller und achtsamer Umgang miteinander – gepaart mit Motivation, Verbindlichkeit und Transparenz – bilden die Basis (“Der Hausarzt” 12/21). Mit Herausforderungen im Team muss umgegangen und Ausgrenzungen in der Gruppe dürfen nicht toleriert werden. Miteinander reden hilft immer; gerade in Konfliktsituationen ist ein professioneller Umgang gefordert.

4. Regelmäßig reflektieren und “abschmecken”

Da es nie Stillstand gibt, sich immer alles verändert und weiterentwickelt, ist es notwendig, sich hin und wieder Zeit zu nehmen, um die eigene Zusammenarbeit zu reflektieren. Auch wenn sich augenscheinlich alles gut eingespielt hat, kann es trotzdem aufgrund von äußeren oder persönlichen Einflüssen einzelner zu Veränderungen kommen. Regelmäßig sollte die Frage gestellt werden: Machen wir das, was wir jeden Tag machen, auch gut zusammen?

Martina Köppen

Mitarbeiterin aQua Institut, EPA-Produktmanagerin, Praxismanagerin und Visitorin der Stiftung Praxissiegel e. V.

Fazit

  • Nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch die soziale Kompetenz ist wichtig bei der Teamauswahl.
  • Die Führungskraft ist in der Vorbildrolle. Dies gilt vor allem im Vorleben von Werten, etwa im Umgangston. Jedoch sind Werte und Ziele gemeinsam festzulegen.
  • Gemeinsame Veranstaltungen fördern den Aus- tausch und das Verständnis füreinander.
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