Editorial‚Hier werden Sie geholfen‘

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie können davon ausgehen, dass der Großteil Ihrer Patienten sich im Netz informiert – 58 Prozent vor dem Arztbesuch und 62 Prozent danach, das zeigt zumindest eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung [1]. Die meisten Menschen finden im Netz das, was sie suchen: 52 Prozent sind mit den Ergebnissen „meistens oder immer zufrieden“, keiner gab an, „nie zufrieden“ gewesen zu sein.

An der Spitze der am häufigsten angesteuerten Websites stehen Wikipedia und andere Online-Lexika (72 Prozent), gefolgt von Internetauftritten von Krankenkassen (49 Prozent) und Gesundheitsportalen wie etwa NetDoktor mit 42 Prozent. Leider spielen Angebote renommierter und wissenschaftlich fundierter Anbieter wie etwa vom IQWiG – gesundheitsinformation.de – eine untergeordnete Rolle.

Auch wenn zwei Drittel der Befragten wissen, dass sie als Laien vertrauenswürdige von nicht vertrauenswürdigen Informationen kaum unterscheiden können und die Vielzahl an Informationen im Netz eher überfordert und verunsichert, sehen die Hälfte der Befragten dies als gute Ergänzung zu den Aussagen ihres Arztes, um sich eine eigene Meinung zu bilden (s. Abb.).

Dieser vermeintliche Widerspruch zwischen subjektiver Zufriedenheit und genereller Skepsis gegenüber den im Internet angebotenen Informationen konnte die Bertelsmann Stiftung bei intensiverem Nachfragen auflösen: Es zeigte sich, dass die noch in der Umfrage vorgebrachte Skepsis gegenüber Webinhalten in Wirklichkeit wesentlich geringer ausgeprägt ist als angegeben. Außerdem waren die Interviewten von sich überzeugt, Inhalte besser beurteilen zu können, als sie dies der Allgemeinheit zutrauen [1].

Diese Diskrepanz (zwischen dem Bedürfnis der Patienten nach Informationen im Netz und gleichzeitig Information aus fraglichen Quellen) hat auch das Bundesgesundheitsministerum erkannt. Es will daher ein nationales Gesundheitsportal schaffen, das Patienten umfassend und evidenzbasiert rund um Gesundheitsthemen aufklärt.

Ein Konzept, wie sehr gute existierende Angebote dort gebündelt werden können, hat das IQWiG kürzlich vorgelegt. Damit hätten auch Ärzte ein zentrales Angebot, auf das sie Ihre Patienten aufmerksam machen können. Aber nun ist das BMG am Zug: Wenn das Portal aufgebaut ist, braucht es vor allem Werbung, damit das Angebot nicht wie gesundheitsinformation.de in der Versenkung verschwindet.

Das meint Ihre

Dr. Monika von Berg

Chefredakteurin „Der Hausarzt“

Literatur

  1. https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/weisse-liste/publikationsuebersicht-spotlight-gesundheit/
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