UmfragePolitik in der Pandemie: „Ein wilder Hühnerhaufen hätte es besser gemacht“

Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland blicken laut aktuellem Medizinklimaindex (MKI) im Vergleich zum Herbst wieder etwas pessimistischer in die Zukunft. Auch die Politik kriegt in der Umfrage für ihr Handeln in der Pandemie ihr Fett weg.

Ärzte blicken laut Medizinklimaindex wieder etwas pessimistischer in die Zukunft.

Berlin. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland blicken laut aktuellem Medizinklimaindex (MKI) im Vergleich zum Herbst was ihre wirtschaftliche Lage betrifft wieder etwas pessimistischer in die Zukunft. Den düsteren Blick haben dabei vor allem die Fachärzte inne. Aber annähernd jeder dritte Hausarzt glaubt, dass sich ihre Lage verschlechtern wird.

Bei den Fachärzten lag der MKI bei minus 7,6, bei den Hausärzten jedoch bei plus 7,4. Der MKI setzt sich dabei aus der Bewertung der derzeitigen Lage und der Einschätzung, was in sechs Monaten sein wird, zusammen.

Insgesamt bewerteten die Hausärztinnen und Hausärzte ihre aktuelle wirtschaftliche Lage etwas besser ein als ihre fachärztlichen Kolleginnen und Kollegen. Während zum Beispiel fast jeder zweite Hausarzt (48,9 Prozent) seine Lage als gut bezeichnet, benoteten nur 34,4 Prozent der Fachärzte ihre wirtschaftliche Lage mit „gut“.

Nur Wenige erwarten bessere Zeiten

Was das kommende Halbjahr angeht, zeigt sich ein ähnliches Bild. Bei den Fachärzten erwarten 57 Prozent, dass die wirtschaftliche Lage gleicht bleibt.

Bei den Hausärzten sind es 61,5 Prozent. 37,2 Prozent der Fachärzte fürchtet eine Verschlechterung der Lage, bei den Hausärzten sind es „nur“ 29,6 Prozent).

Vier von fünf der Befragten nutzten ein Freitextfeld, um ihre Schwierigkeiten in der Pandemie zu verdeutlichen. Viele beklagten Engpässe beim Personal oder kurzfristige Terminabsagen von Patienten. Ein Ärgernis stellte auch der zeitlich als auch finanziell hohe Aufwand für Hygienemaßnahmen dar.

Schlecht, widersprüchlich, ständig Änderungen…..

Ärzte beklagten, sie seien nur noch damit beschäftigt, ihre Arbeit an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. Auch die Politik bekam ihr Fett weg: „Die Handhabung mit der Pandemie durch Berlin war eine Katastrophe“, so eine Äußerung. Schlecht, widersprüchlich, ständig Änderungen, kein Impfstoff, dauernde Aufrufe an Patienten sich impfen zu lassen, entsprechend ständige Anrufe in der Praxis etc. „Ein wilder Hühnerhaufen hätte es besser gemacht“, lautete eine vernichtende Kritik.

Der MKI, der von der Stiftung Gesundheit ab 2022 jedes Quartal durchgeführt wird (zuvor halbjährlich) soll die wirtschaftliche Zufriedenheit und Zuversicht der Ärzte widerspiegeln. Im Vergleich zum Herbst 2021 sank der MKI bei den Ärzten insgesamt um 1,7 Punkte.

Für den MKI schrieb die Stiftung Gesundheit zufällig 10.000 Ärzte, 5.000 Apotheker und 10.000 Heilberufler an. Die Befragung wurde im Zeitraum vom 4. bis 18. März durchgeführt; 984 Leistungserbringer antworteten.

Alle Ergebnisse zum aktuellen MKI finden Sie unter: https://hausarzt.link/de6Bk

 

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