Zi-Modellrechnung4,3 Millionen Impfdosen in Zentren „übrig“

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) legt aktuelle Zahlen zur Corona-Impfung vor: Impfstoffe sollten demnach verstärkt Praxen zukommen. Denn schon heute stünde in den Impfzentren mehr zur Verfügung, als verimpft werden könne.

Millionen Dosen sollten laut Zi von den Zentren an die Praxen umverteilt werden.

Die Impfstofflieferungen übersteigen die Kapazitäten der Corona-Impfzentren schon heute deutlich. Zu diesem Schluss kommt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) in einer am Montag (12. April) vorgelegten Modellrechnung. Demnach standen – aufgrund der Liefermengen plus Lagerbeständen – bereits in der vergangenen Kalenderwoche 4,3 Millionen Impfdosen zur Verfügung, die nicht binnen Wochenfrist in den Impfzentren verimpft werden können. Bis Ende Juni könnten wöchentlich 8,5 Millionen überschüssige Dosen gezählt werden.

Das Zi fordert basierend auf den vorgelegten Zahlen, mehr Impfstoffe für Praxen bereitzustellen. Die Daten unterstreichen damit eine wiederholt vorgetragene Forderung des Deutschen Hausärzteverbandes: Dessen Bundesvorsitzender Ulrich Weigeldt hatte mit Unverständnis und teils deutlicher Kritik darauf reagiert, dass Impfzentren vorrangig beliefert werden.

Zur Erinnerung: Mit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 19. März werden den 433 Impfzentren in Deutschland vorrangig 2,25 Millionen Impfdosen pro Woche zur Verfügung gestellt, darüber hinaus verfügbare Dosen sollen in den Arztpraxen verimpft werden. 2,25 Millionen Impfungen in den Impfzentren entsprechen etwa einer täglichen Impfkapazität von 321.000 Impfungen, rechnet das Zi vor. Diese Kapazität sei erstmals in der letzten Woche erreicht worden (Höchstwert: 392.382 am 8. April 2021, wöchentlicher Höchstwert: 2.255.264 in der 14. KW). „Zusätzlich stehen den Impfzentren Bestände aus vorherigen Lieferungen zur Verfügung, die zum Teil für Zweitimpfungen zurückgelegt wurden“, heißt es.

Effektivere Auslastung in den Praxen

Dabei unterstreichen die Zi-Daten auch eine effektivere Auslastung bei Impfungen in der Praxis: Insgesamt seien von den Impfzentren Impfungen im Umfang von nur rund 80 Prozent des verfügbaren Impfstoffs dokumentiert, von den Arztpraxen aber bereits in der ersten Woche schon 95 Prozent.

Immer mehr niedergelassene Ärzte in Deutschland impfen ihre Patienten gegen Corona. Die Zahl der teilnehmenden Arztpraxen beziffert die KBV aktuell auf 45.000, die meisten seien Hausarztpraxen.

Lieferprobleme machen Hausärzten zu schaffen

Allerdings dürften die Impfzahlen dennoch vorerst nicht weiter spürbar ansteigen, denn die Menge an Impfstoff stagniert voraussichtlich zunächst wie vorhergesagt. Bis zu diesem Dienstag sollen rund eine Million Dosen des Vakzins von Biontech/Pfizer in den Praxen ausgeliefert werden.

Jedoch berichten am Montag einige Hausarztpraxen gegenüber „Der Hausarzt“ von Lieferproblemen und Verzögerungen, sodass bereits vereinbarte Termine teils wieder abgesagt werden müssten.

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