Reform der AU-BescheinigungHamburger Hausärzte-Chef fordert Selbstkrankschreibung

Lange Wartezeiten sind ein Problem für Ärzte wie für Patienten. Aus Hamburg gibt es einen neuen Vorstoß, das Problem anzugehen.

Lange Wartezeiten sind ein Problem für Ärzte wie für Patienten. Aus Hamburg gibt es einen neuen Vorstoß, das Problem anzugehen.
Hanseatischer Reformvorstoß: Krankschreibung ohne Arzt© akf adobe.stock.com

Um die Ressource Arztzeit besser einzusetzen, hat Dr. Frank Stüven, Vorsitzender des Hausärzteverbands Hamburg, eine Reform der Bescheinigung zur Arbeitsunfähigkeit (AU) angestoßen. „Wenn sich jeder Patient wie in den Niederlanden bis zu einer Woche selbst krankschreiben kann und erst dann zum Arzt muss, entlastet dies die Praxen nicht nur, sondern verhindert auch, dass die Patienten im Wartezimmer munter ihre Keime austauschen“, sagte er jüngst.

Damit untermauerte er seine Kritik am Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG): Dieses schaffe keine neue Zeit und es gebe folgerichtig auch nicht mehr Termine, so Stüven. „Wenn Herr Spahn möchte, dass nicht nur zusätzliche Termine entstehen, sondern wirklich kranke Menschen mehr Zeit beim Arzt haben, dann muss er andere Wege gehen.“

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