Frühjahrsempfang des Hausärzteverbandes“Hausärztliche Anliegen werden gehört”

Viele Vertreter aus Politik, von Krankenkassen und Verbänden trafen sich beim Frühjahrsempfang des Hausärzteverbandes.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (l.) sicherte den Hausärzten zu, immer für sie und ihre Anliegen erreichbar zu sein.

Es war die erste Abendveranstaltung dieser Art, die Bundesgesundheitsminister Professor Karl Lauterbach seit seinem Amtsantritt wahrnahm: der Frühjahrsempfang des Deutschen Hausärzteverbandes.

War die traditionell als Neujahrsempfang bekannte Veranstaltung noch der Pandemie geschuldet im Januar abgesagt worden, war nun unter 2G-plus-Regelung ein erstes Treffen der Berliner Gesundheitsszene 2022 möglich – zur großen Freude der zahlreich anwesenden Spitzenvertreter aus Politik, von Krankenkassen, Verbänden und der Selbstverwaltung.

Große Herausforderungen warten

Bundesvorsitzender Ulrich Weigeldt lobte in seiner Eröffnungsrede ausdrücklich die Arbeit, die die Hausarztpraxen seit Beginn der Pandemie geleistet haben. Allerdings mahnte er nötige Optimierungen in der Strategie der Regierung an. Es gehe nicht, dass es keine klaren Kriterien gäbe, an denen sich die Einschätzung der Corona-Lage orientieren würde und auf die sich die Menschen verlassen könnten.

Entscheidungen, die heute nach den allgemeinen Inzidenzraten und morgen nach der Belegung der Intensivstationen getroffen würden, seien vielfach einfach nicht nachvollziehbar. Zudem habe sich gezeigt, dass die Medizinischen Fachangestellten in den Praxen weit unter Wert in der öffentlichen Anerkennung liefen. Hier wäre es aus Sicht des Hausärzteverbandes sinnvoll, dass die Boni, die Praxen ihren Mitarbeitern zahlen, steuerfrei seien, so Weigeldt in Richtung des Ministers.

Hausärzte bei Flüchtlingen gefordert

Auch in der Versorgung der Flüchtenden aus der Ukraine seien Hausärzte wieder besonders gefragt, aber auch hier brauche es schnelle Regelungen, damit die Kollegen ihrer Verantwortung nachkommen können. “Wenn es drauf ankommt, kann man sich auf die Hausärztinnen und Hausärzte verlassen!”, betonte der Bundesvorsitzende.

Die Digitalisierung sei wie so vieles liegengeblieben. Das, was bisher funktioniere, nütze eher den Krankenkassen, als dass es Abläufe in den Praxen vereinfache. “Wir Hausärzte sind nicht die Beta-Tester für die Digitalprojekte der Gematik” , so Weigeldt. Es sei gut, dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach hier in höchster Not eingegriffen habe und beispielsweise das eRezept, das schlicht nicht praxistauglich war, gestoppt habe.

Nachbesserungsbedarf erkannt

Minister Lauterbach griff diese Themen auf, schließlich seien die Anliegen der Hausärzte auch seine, wie er betonte. Deshalb sparte er nicht mit Lob für die “unfassbar großartige Leistung” der Hausärztinnen und Hausärzte und die Arbeit, die in den Praxen während der Pandemie geleistet wurde und wird.

Er sei sich durchaus bewusst, dass es vielerorts wie bei der Digitalisierung Nachbesserungsbedarf gebe, das Ministerium und seine Mitarbeiter seien derzeit angesichts der weiter vorherrschenden Pandemie und geplanter neuer Reformen allerdings bereits mit Volllast unterwegs.

Die bereits von Ulrich Weigeldt angesprochene zusätzliche Belastung durch die Millionen Geflüchteter aus der Ukraine sieht Lauterbach auch auf die Praxen zukommen. Er sei deshalb bemüht, Lösungen zu finden, damit Geflüchtete behandelt werden können wie deutsche Staatsbürger. Die Themen für die Gespräche gingen den Anwesenden an diesem Abend lange nicht aus.

Zahlreiche Spitzenvertreter aus Politik, von Kassen und Verbänden nutzten die Gelegenheit zum Austausch. red

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