Hausarzt MedizinRegressfalle Wundauflagen

Um die 1.400 Produkte zur Wundheilung kennt der deutsche Markt, doch nur für wenige gibt es Evidenz. Auch deswegen ist die Behandlung chronischer Wunden bei vielen Hausärzten unbeliebt. Der G-BA soll nun Klarheit schaffen.

Um die 1.400 Produkte zur Wundheilung kennt der deutsche Markt, doch nur für wenige gibt es Evidenz. Auch deswegen ist die Behandlung chronischer Wunden bei vielen Hausärzten unbeliebt. Der G-BA soll nun Klarheit schaffen.
Chronische Wunden konfrontieren Hausärzte oft auch mit der Frage der Wirtschaftlichkeit einer Verordnung.© Oliver Hoffmann

Die Versorgung chronischer Wunden ist für viele Hausärzte eine Regressfalle – bisher. Sie können zwischen rund 1.400 Produkten zur Wundheilung wählen: Die Preise klaffen erheblich auseinander, die Evidenz ist in der Regel mäßig. Es gibt oft – wenn überhaupt – nur kleine Studien, beschreibt Allgemeinmediziner Dr. Stephan Fuchs von der ­Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das Dilemma. „Die Studien geben für alle Wundauflagen keine guten Empfehlungen.“ Doch Verbandmittel gehen vollständig in das Arzneimittelbudget des Verordners ein. Er muss bei einer Prüfung begründen, warum er welche Wundauflage verwendet hat. Woran können sich Hausärzte also orientieren?

Erstmals Verbandmittel definiert

Mehr Sicherheit bei der Verordnung soll das Heil- und Hilfsmittelversorgungsstärkungsgesetz (HHVG) bringen. Damit hat der Gesetzgeber erstmals Verbandmittel im SGB V definiert (s. Kasten). „Die Definition umfasst jetzt alles, was der Wundabdeckung dient und Flüssigkeit aufsaugt“, sagt Dr. Christian Münter, Allgemeinmediziner und Vorstandsmitglied der Initiative Chronische Wunden. „Dazu zählen auch Produkte mit Zusatznutzen, wenn sie zum Beispiel säubern, den Geruch binden oder den Schmerz lindern“, ergänzt er, das stehe im Kommentar des Gesetzes. Im Umkehrschluss heißt das: Produkte, die die Definition nicht erfasst, können Ärzte künftig nicht mehr ohne weiteres rezeptieren. Bis 30. April 2018 muss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) regeln, wie Verbandmittel und ­sonstige Produkte zur Wundbehandlung voneinander abzugrenzen sind, schreibt Paragraf 31 SGB V jetzt vor. Für Ärzte gibt es eine Übergangsfrist: Bis zwölf Monate nach Wirksamwerden der G-BA-Richtlinie dürfen sie weiterhin die Leistungen auf GKV-­Kosten vornehmen, die bis zum 11. April 2017 erbracht wurden.

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