NVLAsthmatherapie richtet sich nach Asthmakontrolle

Ende September ist die überarbeitete nationale Versorgungsleitlinie Asthma (NVL) erschienen. Bei Klassifikation und Behandlung sollen Ärzte sich nun nur nach der Asthmakontrolle richten statt nach Schweregraden. Weiter sollen Patienten kontinuierlich inhalative Corticosteroide (ICS) erhalten, sofern die Bedarfsmedikation nicht reicht. Aufgenommen wurden langwirkende Anticholinergika (LAMA), die man zusätzlich zu ICS und langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (LABA) geben kann. […]
Jetzt tief durchatmen: Die NVL Asthma wechselt von Schweregraden auf die Asthmakontrolle© RFBSIP - Fotolia

Ende September ist die überarbeitete nationale Versorgungsleitlinie Asthma (NVL) erschienen. Bei Klassifikation und Behandlung sollen Ärzte sich nun nur nach der Asthmakontrolle richten statt nach Schweregraden. Weiter sollen Patienten kontinuierlich inhalative Corticosteroide (ICS) erhalten, sofern die Bedarfsmedikation nicht reicht. Aufgenommen wurden langwirkende Anticholinergika (LAMA), die man zusätzlich zu ICS und langwirksamen Beta-2-Sympathomimetika (LABA) geben kann. Bei Erwachsenen raten die Autoren hierzu ab Stufe 3, bei Kindern ab Stufe 4.

Verzichten sollen Ärzte auf eine alleinige LABA-Therapie. Dies steigere die Exazerbationen, Klinikeinweisungen sowie Todesfälle. Monoklonale Antikörper kommen erst in Stufe 5 infrage, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind. Vor einer Intensivierung sollen Ärzte den Schulungsbedarf, die Adhärenz, Allergie- und Umweltkontrolle sowie die Diagnose prüfen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Neu ist eine sechste Therapiestufe für Kinder. In Stufe 3 sollen sie allein mitteldosiertes ICS erhalten, ab Stufe 4 auch ICS kombiniert mit LABA, Leukotrienrezeptorantagonisten (LTRA) oder LAMA. Erst ab Stufe 5 sollen Ärzte die Dosis von ICS weiter steigern. Monoklonale Antikörper kommen auch hier erst in der letzten Stufe zum Einsatz.

Zudem sollen Ärzte alle Patienten zu Schulungen und körperlicher Aktivität ermutigen. Zusätzlich zur NVL stellen die Autoren online (https://hausarzt.link/jKuZd) fünf Patientenblätter bereit: Langzeitbehandlung mit Kortison, Inhalier-Geräte sowie deren Wechsel, Rauchverzicht, Allergisches Asthma und Tierallergie.

Zur Empfehlung die spezifische Allergie-Immuntherapie (SIT) betreffend hat die DEGAM ein Sondervotum eingelegt. Um Engpässe in der Versorgung zu vermeiden, sollen auch „allergologisch erfahrene Ärzte“ eine SIT vornehmen können, statt für Haus- und Kinderärzte eine Zusatzqualifikation Allergologie vorzuschreiben. Noch nicht aktualisiert wurden in der NVL die Themen Asthmaanfall, Asthma in der Schwangerschaft, Rehabilitation, Komplementäre Therapiemodalitäten und Berufsbedingtes Asthma.

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