IGeL-Report 2020Aufklären und Regeln beachten

Laut aktuellem IGeL-Report zählen zu den am häufigsten verkauften IGeL weiterhin Untersuchungen, bei denen der mögliche Schaden den Nutzen überwiegt. Zudem beachteten manche Ärzte die IGeL-Regeln nicht.

Laut aktuellem IGeL-Report zählen zu den am häufigsten verkauften IGeL weiterhin Untersuchungen, bei denen der mögliche Schaden den Nutzen überwiegt. Zudem beachteten manche Ärzte die IGeL-Regeln nicht.
Die am häufigsten verkaufte IGeL ist weiterhin die Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung.© Syda Productions - stock.adobe.com

Berlin/EssenBei der Aufklärung über den Nutzen und Schaden von individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) stellt der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) vielen Ärzten kein gutes Zeugnis aus. Das sagte der MDS bei der Vorstellungs seines IGeL-Reports 2020 am Dienstag (25.8.) in Berlin.

Demnach sind die am häufigsten verkauften individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) weiterhin die Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung beim Augenarzt und der Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung. Bei beiden Untersuchungen überwiege der mögliche Schaden den Nutzen.

Zu den Topsellern gehöre außerdem der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs, der aus Sicht des IGeL-Monitors ebenfalls kritisch zu bewerten ist. Der IGeL-Monitor ist eine Einrichtung des MDS, der IGeL evidenzbasiert bewertet.

Informieren ohne Druck

Laut Dr. Peter Pick, Geschäftsführer des MDS, ist es beim Umgang mit IGeL-Angeboten entscheidend, die Patienten gut aufzuklären und zu informieren.

“Für den Verkauf von Selbstzahlerleistungen gelten verbindliche Regeln. Es muss gut informiert werden, und es darf kein Druck aufgebaut werden. Beides wird von Versicherten beklagt und muss sich ändern”, so Pick.

Acht von zehn der IGeL würden von den Ärzten angeboten, nur zwei von zehn dieser Leistungen seien von den Patienten nachgefragt worden.

Umgang mit IGeL-Regeln

Laut IGeL-Report berichteten 49 Prozent der Befragten, die eine IGeL angeboten bekamen oder selbst danach gefragt hatten, dass die IGeL positiver dargestellt worden sei als die Kassenleistung.

19 Prozent hätten sich bei der Entscheidung für oder gegen die IGEL zeitlich unter Druck gesetzt gefühlt, bei zwölf Prozent sei die Behandlung mit einer Kassenleistung vom Kauf der IGeL abhängig gemacht worden.

Nur 57 Prozent seien schriftlich über die Kosten der IgEL informiert worden und nur 49 Prozent hätten vorher unterschrieben, dass sie die IgEL möchten.

Für den IGeL-Report 2020 hatte der IGeL-Monitor eine repräsentative Befragung durchgeführt; teilgenommen hatten knapp 2.300 gesetzlich Krankenversicherte im Alter von 20 bis 69 Jahren.

Quelle: 1. Pressekonferenz IGeL-Monitor am 25.08.2020; 2. Pressemitteilung des MDS vom 25.08.2020

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