Ukraine„Fachärzte sind neidisch auf uns“

Pavlo Kolesnyk ist Hausarzt in einem Hausarztzentrum in Uschgorod und Direktor des Family Practice Training Centers an der Uschgorod National University. Im Interview beantwortet er Fragen über die Arbeit als Hausarzt in der Ukraine.

Pavlo Kolesnyk ist Hausarzt in einem Hausarztzentrum in Uschgorod und Direktor des Family Practice Training Centers an der Uschgorod National University. Im Interview beantwortet er Fragen über die Arbeit als Hausarzt in der Ukraine.
© privat

Welche Rolle spielen Hausärzte in der Ukraine?

Pavlo Kolesnyk: Eine Schlüsselrolle, da die Ukraine im Gesundheitswesen ein “gate keeping”-System hat. Hausärzte versorgen die Bevölkerung von der Wiege bis zur Bahre und werden dafür mit Kopfpauschalen bezahlt. Sie sind verantwortlich für alles, von Vorsorge und Früherkennung über Säuglings- und Kindergesundheit bis zur Betreuung älterer und chronisch kranker Menschen.

Was macht Ihnen als Hausarzt besonders Freude?

Die Regierung erkennt den Beruf als besonders wichtig an. Für die Bevölkerung hat die Familie einen besonderen Stellenwert. Wir sehen und behandeln sehr unterschiedliche Patienten und sind oft wie ein Teil ihrer Familien. Wir kennen und betreuen Familien oft über mehrere Generationen hinweg.

Welche Sorgen haben Hausärzte in der Ukraine?

Die Ausbildung in der Allgemeinmedizin ist veraltet und ineffektiv und muss umgehend verändert werden. Die praktische Aus- und Weiterbildung von Studierenden und Ärzten in Weiterbildung soll weitgehend in den Händen von Allgemeinmedizinern, und nicht bei anderen Spezialisten liegen.

Qualifikationsziele und Qualitätskriterien müssen implementiert werden und evidenzbasierte Medizin soll die Grundlage der hausärztlichen Versorgung bilden.

Und wir haben noch eine andere “Sorge”: Andere Fachärzte sind manchmal neidisch auf uns Hausärzte, da wir in der Ukraine bevorzugt werden.

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