Industrie + ForschungDer Drogentod hat viele Ursachen

"Die Substitutionsbehandlung trägt in erheblichem Maße zur Sicherheit und dem Überleben betroffener Patienten bei", erläuterte Stephan Walcher, München. Ein Problem sei aber der Beigebrauch legaler und illegaler Substanzen, da die Substitutionsmittel selbst keine euphorisierende Wirkung entfalten. Der Konsum solcher in der Szene erhältlichen Substanzen parallel zum Substitutionsmittel sei mit erheblichen gesundheitlichen Risiken bis hin zum Drogentod assoziiert.

Vorrangig eingesetzt werden Methadon als Tabletten (Methaddict®) oder Fertiglösung (Methaliq®) und Buprenorphin (Buprenaddict®). Methadon wird in der Leber über das Cytochrom P-450-System abgebaut. Dies birgt die Gefahr von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die ebenfalls über dieses Cytochrom-System metabolisiert werden. So können Kontrazeptiva, H2-Antagonisten, Antiarrhythmika, Clonidin, Betablocker, Cumarine, Antimykotika, Antidepressiva und SSRI den Methadon-Blutspiegel erhöhen. Antibiotika, Antiepileptika und HIV-Therapeutika induzieren dagegen das Cytochrom-System und senken deshalb den Blutspiegel von Methadon. "Auch kann Methadon am Herzen eine Störung der Repolarisation mit Verlängerung der QTc-Zeit im EKG auslösen mit der Folge, dass über eine Torsade de pointes ein akuter Herztod eintritt", so Walcher. Deshalb seien regelmäßige EKG-Kontrollen erforderlich.

Quelle: Symposium "Substitution – Interaktion mit Medikamenten und Drogen", auf dem 17. Interdiszipl. Kongress für Suchtmedizin, Hexal, 1.7.2016, München

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