Industrie + ForschungBenignes Prostatasyndrom

In Deutschland leiden etwa 40 % der Männer, die älter als 50 Jahre sind, an behandlungsbedürftigen Symptomen des unteren Harntraktes [2]. Der Leidensdruck ist unterschiedlich. Entsprechend personalisiert sollte auch die Therapie sein.

Als einziger zugelassener Vertreter der Klasse der PDE5-Inhibitoren wird Tadalafil 5 mg sowohl in der Guideline der European Association of Urology (EAU) als auch in der S2e- Leitlinie „Therapie des Benignen Prostatasyndroms (BPS)“ von DGU und BDU berücksichtigt [3,4]. „Hinsichtlich der Wirksamkeit ist Tadalafil gegenüber Placebo vergleichbar mit dem am häufigsten eingesetzten α-Blocker Tamsulosin. Das legen die Ergebnisse einer Studie nahe – auch wenn diese nicht als direkter Vergleich zwischen Tadalafil und Tamsulosin aufgesetzt wurde, also keine Head- to-Head- Studie ist“, so Oelke. In dieser Studie wurde ein zusätzlicher aktiver Kontrollarm mit Tamsulosin mitgeführt und gezeigt, dass Tadalafil 5 mg täg-lich einen vergleichbaren positiven Einfluss auf den IPSS hat wie der α-Blocker (jeweils p < 0,05 vs. Placebo) [7].

Bei der Bewertung der Patienten-Zufriedenheit schnitt Tadalafil besser ab: 71,8 % der mit dem PDE5-Inhibitor behandelten Männer waren mit ihrer Medikation zufrieden/sehr zufrieden (p = 0,003 vs. Placebo) und 65,0 % würden die Therapie weiter fortsetzen (p = 0,035 vs. Placebo). Dagegen ließen sich im Tamsulosin-Arm bezüglich Patienten-Zufriedenheit keine signifikanten Unterschiede versus Placebo feststellen [10].

Wird die Konstanztherapie mit Tadalafil zur BPSBehandlung (ICD-10 Code N40) eingesetzt, ist sie durch die GKV erstattungsfähig – unabhängig davon, ob zusätzlich eine Erektile Dysfunktion vorliegt. „Zunächst sollten preisgünstigere Alternativen wie α-Blocker eingesetzt werden. Aber wenn der Patient unzufrieden ist, weil diese nicht ausreichend effektiv sind oder es zu typischen Nebenwirkungen wie Hypotonie oder Ejakulationsstörungen kommt, dann kann die Umstellung auf Tadalafil sinnvoll sein“, erklärte Oelke. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Dokumentation der Beschwerden sowie der Wirksamkeit, etwa mittels des IPSS-Fragebogens: „Nach meiner Erfahrung reicht dazu ein Eintrag in die Patientenakte.“

Quelle: Nach einer Presseinformation von Lilly Deutschland

Literatur:

  • [1] Fachinformation Cialis®, Stand: Juli 2016

  • [2] http://www.awmf.org/uploads/ txszleitlinien/ 043-034l S2eBenignes ProstatasyndromDiagnostik Differenzialdiagnostik_ abgelaufen.pdf

  • [3] http://uroweb.org/guideline treatment-of- non- neurogenic- male- luts/

  • [4] http://www.awmf.org/uploads/ txszleitlinien/043-035l S2e_Therapiebenignes Prostatatasyndrom_ 2014_11.pdf

  • [5] Roehrborn CG et al. J Urol 2008; 180: 1228-1234.

  • [6] Porst H et al. Eur Urol 2011; 60: 1105-1013.

  • [7] Oelke M et al. Eur Urol 2012; 61: 917-925.

  • [8] Egerdie RB et al. J Sex Med 2012; 9: 271-281.

  • [9] Donatucci CF et al. BJU Int 2011; 107: 1110-1116.

  • [10] Oelke M et al. BJU Int 2014; 114: 568-575.

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