CoronavirusReisende könnten nach Infektionsrisiken befragt werden

Europa ist bisher nur wenig von der Covid-19-Epidemie betroffen. Doch die EU-Länder wollen sich trotzdem schon jetzt gemeinsam besser wappnen. Ein Punkt war Deutschland besonders wichtig.

Demnächst könnten Passagiere aus Gebieten mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 nach möglichen Infektionsrisiken befragt werden, wenn sie nach Europa einreisen.

Brüssel. Passagiere aus Gebieten mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 könnten bei der Einreise nach Europa demnächst nach möglichen Infektionsrisiken befragt werden. Die EU-Staaten haben sich auf diese Option geeinigt und Deutschland werde sie nun prüfen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Brüssel. Der Punkt sei ihm besonders wichtig gewesen.

Erfragt werden könnten Kontakte zu Bürgern aus einer von der Covid-19-Epidemie betroffenen Region, etwa der chinesischen Provinz Hubei, sagte Spahn. Es gehe vor allem um schnelle Identifizierung im Falle einer Infektion, auch der Sitznachbarn im Flugzeug. Schon jetzt gelte in Deutschland die Anordnung, dass Kontaktdaten von Reisenden für 30 Tage hinterlegt werden müssen.

Zusätzliche Gelder für Forschung

Einig waren sich die EU-Gesundheitsminister nach Spahns Worten auch darin, zusätzliche Gelder für die Forschung bereitzustellen. Zudem habe man über mögliche Lieferengpässe bei Arzneien gesprochen, die sich aus Produktionsausfällen in China ergeben könnten.

Der CDU-Politiker hatte schon vor dem Sondertreffen mit seinen Kollegen gewarnt, dass Medikamente mit Wirkstoffen aus China in den nächsten Wochen knapp werden könnten. Die EU-Kommission wurde nun mit einer Einschätzung der Lage beauftragt. Auf lange Sicht brauche man wieder mehr Produktionskapazitäten in Europa, sagte Spahn.

Gemeinsame Eckpunkte beschlossen

Das Gesundheitsministertreffen in Brüssel war kurzfristig einberufen worden, um den Kampf der 27 EU-Staaten gegen das neuartige Coronavirus zu koordinieren. Bisher gibt es in Europa nur wenige Fälle – in Deutschland sind es 16. Es sei bisher gelungen, die Lage gut unter Kontrolle zu halten, sagte Spahn. Doch will man für eine etwaige Ausbreitung gewappnet sein und eine einheitliche Linie finden.

Die EU-Staaten beschlossen dafür einige gemeinsamer Eckpunkte. So sollen an allen Einreisepunkten der EU Informationen für Menschen bereitgehalten werden, die einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt waren.

Zudem soll genügend Kapazität zur Versorgung von Patienten vorgehalten werden. Man will gemeinsam die Erforschung des Virus voranbringen, über dessen Eigenschaften immer noch recht wenig bekannt ist. Und man will bei der Entwicklung eines Pilot-Impfstoffs an einem Strang ziehen.

Quelle: dpa

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