Gemeinsamer BundesausschussBeschluss: Telefonische AU bis Ende März 2023 weiter möglich

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Corona-Sonderregel zur telefonischen Arbeitsunfähigkeit (AU) bei leichten Atemwegsinfekten bis Ende März 2023 verlängert.

Der GBA ermöglicht Praxen weiterhin, eine AU telefonisch festzustellen.

Berlin. Eigentlich wäre die Corona-Sonderregel zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit (AU) Ende November 2022 ausgelaufen. Am Donnerstag (17.11) hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) die Möglichkeit, eine Arbeitsunfähigkeit auch telefonisch festzustellen, bis Ende März 2023 verlängert.

Versicherte, die aufgrund einer leichten Atemwegserkrankung arbeitsunfähig sind, können demnach weiterhin nach telefonischer Anamnese bis zu sieben Tage krankgeschrieben werden. Eine Verlängerung ist einmalig für weitere sieben Kalendertage möglich.

Vor der Grippesaison auf Sicherheit setzen

„Wie sich die Fallzahlen von COVID-19-Erkrankten in den Krankenhäusern und Intensivstationen in den kommenden Monaten entwickeln werden, ist im Moment schwer vorherzusagen. Erschwerend kommt aber hinzu: Wir stehen vor der Erkältungs- und Grippesaison. Beide Punkte sprechen dafür, auf Sicherheit für Patientinnen und Patienten sowie für das Praxispersonal zu setzen und die telefonische Krankschreibung zu verlängern“, begründet Prof. Josef Hecken, unparteiischer GBA-Vorsitzender, die Verlängerung der Sonderregel.

Zur grundsätzlichen Einführung der Möglichkeit einer telefonischen AU meinte Hecken am Donnerstag (17.11.), das Verfahren dümpele etwas vor sich hin. Die Positionen würden aber „zunehmend fundamentaler“.

Hausärzteverband: “Das ist zu wenig”

“Dass wir noch immer auf die Etablierung einer Möglichkeit warten, die für die Patientinnen und Patienten und die behandelnden hausärztlichen Praxen eine enorme Erleichterung wäre, ist rückwärtsgewandt“, erklärte Dr. Markus Beier, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, nach dem GBA-Beschluss am Donnerstag (17.11).

Eine wesentliche Voraussetzung für die dauerhafte Möglichkeit einer telefonischen AU sei natürlich, dass die Patientin oder der Patient der jeweiligen Hausarztpraxis bekannt seien, unterstrich Beier. Zudem müsse die telefonische Feststellung einer AU endlich analog der Videosprechstunden vergütet werden – schließlich seien Zeit und Zuwendung durch die Ärztin oder den Arzt gleich, ob nun am Bildschirm oder am Telefon, so Beier. (at)

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, VERAH® und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation

Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.

Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Mit der Registrierung als Mitglied im Hausärzteverband stimmen Sie zu, dass wir Ihre Mitgliedschaft überprüfen.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Spicker, Checklisten und Medizin für die hausärztliche Praxis, berufspolitische News, Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben, sowie Neues aus Wissenschaft und Organisation
Nachrichten aus der Industrie

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.