kurz + knappDie 12 gefährlichsten Erreger

Eine Liste mit den zwölf gefährlichsten Bakterienfamilien hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ende Februar veröffentlicht, online unter: http://hausarzt.link/NO9Vq. Damit will sie die Forschung zu dringend gebrauchten Antibiotika vorantreiben. Die Liste unterscheidet drei Gruppen: Erreger mit kritischer, hoher und mittlerer Priorität. Als kritisch werden etwa Acinetobacter baumannii, Pseudomonas aeruginosa und Enterobacteriaceae eingestuft.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte die WHO gebeten, eine solche Liste zu erstellen, um die Forschung zu neuen Antibiotika gezielt fördern zu können und so den zunehmenden Antibiotika-Resistenzen entgegenzuwirken. Die wichtigsten Pathogene haben die Wissenschaftler nach der „Multi Criteria Decision Analysis“ ausgewählt. Dazu haben sie evidenzbasierte Daten mit Expertenmeinungen verknüpft.

„Antibiotika-Resistenzen wachsen und uns gehen schnell die Therapieoptionen aus. Überlassen wir es dem Markt allein, werden die am meisten gebrauchten Antibiotika nicht rechtzeitig entwickelt“, schreibt die WHO.

Priorität Bakterienstamm Resistenz Erkrankungen (Beispiele)
kritisch Acinetobacter baumannii Carbapeneme nosokomiale Infektionen / Pneumonie, Harnwegsinfekte, Wundinfekte, Sepsis
kritisch Pseudomonas aeruginosa Carbapeneme nosokomiale Infektionen, Pneumonien, Harnwegsinfekte, Infektionen der Haut und des Auges, Otitis externa und media
kritisch Enterobacteriaceae (Klebsiella pneumonia, Escherichia coli, Enterobacter spp., Serratia spp., Proteus spp., Providencia spp, Morganella spp.) Carbapeneme, Cephalosporine der 3. Generation Infektionen von Darm und Harnwegen, Pneumonie, Bronchitis, Wundinfektionen, Sepsis
hoch Enterococcus faecium Vancomycin Harnwegsinfekte, nosokomiale Infektionen wie Sepsis und Peritonitis
hoch Staphylococcus aureus Methicillin, Vancomycin-intermediär und resistent Hautinfektionen, Sepsis, Pneumonie
hoch Helicobacter pylori Clarithromycin Gastritis, Magenulcus und -lymphom
hoch Campylobacter Fluorchinolone Diarrhöen, Sepsis
hoch Salmonella spp. Fluorchinolone Diarrhöen, Sepsis
hoch Neisseria gonorrhoeae Fluorchinolone, Cephalosporine der 3. Generation Gonorrhö
mittel Streptococcus pneumoniae Penicillin (“non-suspectible”) Infekte der Atemwege, Otitis media
mittel Haemophilus influenzae Ampicillin Atemwegsinfekte, Meningitis, Infektionen von Haut und Gelenken
mittel Shigella spp. Fluorochinolone bakterielle Gastroenteritis

Quelle: WHO, DocCheck

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