Neue S1-LeitlinieStrukturen für Long-Covid-Betroffene nötig

Mehrere Hunderttausend Menschen sind aktuellen Schätzungen zufolge von Covid-19-Langzeitfolgen betroffen. Ihre erste Anlaufstelle werden Hausarztpraxen sein. Eine neue Leitlinie soll nun Orientierung für Diagnostik und Therapie bieten.

Untersuchung beim Arzt: Experten rechnen mit einer hohen Anzahl von Long- und Post-Covid-Patienten.

Berlin. Auch nach dem Ende einer akuten Covid-19-Erkrankung kämpfen viele Betroffene noch mit Symptomen. Eine von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gemeinsam mit weiteren Fachgesellschaften herausgegebene S1-Leitlinie zur Behandlung von Long- und Post-Covid gibt jetzt sowohl Haus- als auch Fachärzten wichtige Empfehlungen.

Die Experten um Leitlinienkoordinator Prof. Rembert Koczulla gehen davon aus, dass allein in Deutschland mehrere Hunderttausend Menschen von länger anhaltenden Covid-Symptomen über mehr als vier (Long-Covid) oder sogar zwölf Wochen (Post-Covid) betroffen sind.

„Konservativ gerechnet wird nach den aktuellen epidemiologischen Daten jeder 10. bis 20. längerfristig mit den Folgen der Erkrankung leben müssen“, heißt es in einer Mitteilung der DGP zur Vorstellung der Leitlinie. Zwar seien Medizinern solche Folgeerscheinungen auch schon von anderen Viruserkrankungen bekannt, erläutert ehemalige DGP-Präsident Prof. Michael Pfeifer. „Die hohe Zahl von Covid-19-Patienten fordert jetzt jedoch das Gesundheitssystem in besonderer Weise heraus.“

Ohne geeignete Versorgungsstrukturen droht Post-Covid-Welle

Von großer Bedeutung sei deshalb nun der Aufbau der notwendigen Versorgungsstrukturen für die Long- und Post-Covid-Patienten. Neben Spezialambulanzen für komplexere Verläufe und zusätzlicher Wissenschaftsförderung müssten insbesondere der ambulante und der Reha-Bereich gestärkt werden, so Pfeifer, der von der Politik „eine schnellere und konsequentere Umsetzung und damit auch Finanzierung“ dieser Strukturen fordert. Andernfalls drohe die Post-Covid-Welle das Gesundheitswesen zu überrollen.

Die Leitlinie, an der Experten aus insgesamt 21 Fachgesellschaften, Organisationen und Institutionen mitgewirkt haben, greift unter anderem das breite Spektrum der mit Long- und Post-Covid assoziierten Symptome auf und soll das Wissen der vielen in die Behandlung involvierten Fachrichtungen bündeln.

Noch im August könnte laut Koczulla auch eine speziell für Patienten aufbereitete Version der Leitlinie zur Verfügung stehen. (red)

 

 

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