Hausarzt MedizinAHA – das ist eine COPD

Bei der typischen AHA-Symptomatik Atemnot, Husten, Auswurf ist an eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung zu denken. Die wichtigsten Informationen zur Diagnose und Einteilung der Erkrankung gibt Dr. Dr. med. Peter Schlüter.

Wie entsteht eine COPD?

Ursachen der COPD sind in erster Linie Rauchen, Umweltverschmutzung, berufsbedingte Belastung durch bestimmte Gase, Stäube oder Dämpfe, Infektionen, genetische Faktoren und auch ­Ernährungsfaktoren.

Auf immunologischer Basis ist die COPD gekennzeichnet durch ein entzündliches Infiltrat, vorwiegend aus aktivierten Makrophagen, neutrophilen Granulozyten sowie CD8+-T-Lymphozyten. Weiterhin spielt die Freisetzung verschiedener Mediatoren wie Acetylcholin, Interleukin-8, Leukotrien B4, des Tumornekrosefaktors alpha, des epidermalen Wachstumsfaktors (EGF) und von Proteasen eine große Rolle beim Krankheitsgeschehen.

Wie wird eine COPD diagnostiziert?

Der Begriff „Chronisch ob­struktive Lungenerkrankung“ (COPD) umfasst eine ganze Gruppe von Erkrankungen, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot in Ruhe und Belastung gekennzeichnet sind (AHA-Symptome). Der Husten ist immer chronisch und besteht seit Monaten oder Jahren. Die Ausprägung der Symptomatik schwankt im Tagesverlauf wie auch jahreszeitlich. Morgens ist sie am stärksten ausgeprägt, ebenso in Herbst und Winter. Das Sputum ist typischerweise etwas bräunlich und kann morgens relativ leicht abgehustet werden. Auch Blutbeimengungen ­können im Sputum eines COPD-­Patienten vorkommen.

Die Diagnose wird in erster Linie anhand dieser Symptome und der Ergebnisse der Lungenfunktionstests gestellt. Ein weiteres Diagnosekriterium ist die Häufigkeit des schubweisen Ausbruchs einer Lungenentzündung als Zeichen der Exazerbation. Die Symptomatik zeigt sich in einem persistierenden Husten mit oder ohne Auswurf sowie einer Dyspnoe.

Welche Formen der COPD gibt es?

Es werden zwei Systematiken unterschieden: Zum einen die Einteilung der COPD-Patienten in die spirometrischen Schweregrade GOLD 1 bis GOLD 4, anhand des FEV1-Werts und zum zweiten die Einteilung der COPD-Patienten in die Gruppen A bis D, anhand der Anzahl von Exazerbationen und des Ausmaßes der ­Symptome. Somit können wir 4 Schweregrade und 4 Symptomgrade unterscheiden (Tab. 1 und 2).

Was soll mit dem DMP COPD erreicht werden?

Mit dem Disease-Management-Programm (DMP) COPD soll sichergestellt werden, dass die Behandlung der eingeschriebenen Patienten­ dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens entspricht. Sämtliche diagnostischen, therapeutischen und qualitätssichernden Maßnahmen wurden für das DMP anhand aktueller Leitlinien überprüft und entsprechend angepasst oder ergänzt. Das aktualisierte DMP COPD zielt noch stärker als bisher auf die Tabakentwöhnung der Patienten ab.

Welche Rolle spielt die psychosoziale Situation?

Zusätzlich ist im Rahmen der Versorgung von Patienten mit COPD deren psychosoziale Situation einzubeziehen. Eine psychosoziale Betreuung ist an die individuelle Situation des Patienten (­Krankheitsphase, Therapieverfahren etc.) ­anzupassen.

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