ReiseberichtValencia: Dem Jugendstil auf der Spur

Am besten lässt sich die drittgrößte Stadt Spaniens zu Fuß erkunden und wer zudem Gefallen am Jugendstil spanischer Prägung hat, kommt in Valencia absolut auf seine Kosten.

Eingang zum Palacio del Marqués de Dos Aguas.

Die Metropole hat mehr zu bieten als die Ciutat Vella (Altstadt) mit ihrer imposanten Kathedrale, dem Palacio del Marqués de Dos Aguas mit seiner wunderschönen Alabasterfassade oder der Lonja de la Seda, der ehemaligen Seidenbörse aus dem 15. Jahrhundert, die völlig zu Recht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes steht.

Am besten beginnt man den Spaziergang am Rathaus, dem Ajuntament, und arbeitet sich dann langsam nach Süden vor. Denn dort – und nicht etwa im Norden der Stadt – steht der Estació del Nord, der bedeutendste Bahnhof der Stadt, der ein tolles Beispiel für den spanischen Modernismo, den Jugendstil, ist.

Vorher lohnt sich noch ein kurzer Stopp im Palau de Comunicacions, dem ehemaligen Postamt der Stadt, das 1922 errichtet wurde und mit seiner riesigen Jugendstil-Glaskuppel auch weniger Kunstbeflissene beeindruckt.

Auf den Spuren des Modernismo

Bald darauf ist der Eingang des Nordbahnhofes erreicht, dessen Portal, unter anderem Keramikmosaiken mit Orangen und Blumenmotiven zieren. Seinen Namen erhielt das unter Denkmalschutz stehende Gebäude durch die Bahngesellschaft Ferrocarrils del Nord, die den Kopfbahnhof bereits 1917 in Betrieb nahm.

Vom Bahnhofsvorplatz blickt man auf die pompösen Gebäude von La Unión y El Fénix Español, einer Versicherungsgruppe, deren Wappentier, ein Phönix, hoch am Himmel thront und die Casa del Chavo mit einem auffälligen Turmaufbau.

Genuss für Auge und Gaumen

Vorbei an der Stierkampfarena geht es dann in das Jugendstilviertel Eixample, das Anfang des 20. Jahrhunderts entstand. Eine Vielzahl von Wohnhäusern, wie etwa die Casa Ortega (in der Gran Via Marqués del Turia Nr. 9), die Casa Ferrer (in der Cirilo Amorós Straße Nr. 29), die Casa de los Dragones (in der Jorge Juan Straße 3) oder die Casa Judía (in der Calle Castellón Nr. 20), die inzwischen meist unter Denkmalschutz stehen, lohnen einen Zwischenstopp.

Der Rundgang endet am Mercado de Colón, dem Kolumbus-Markt, der zwischen 1912 und 1914 entstand und wegen seiner farbenfrohen Mosaikbilder von Architekturliebhabern “Das Juwel des Modernismo” genannt wird.

Da das Gebäude heute nicht mehr von Markt-, sondern von Gourmetständen und Restaurants beherrscht wird, kann man hier bei einem zünftigen “Agua de Valencia”, einem Aperitif, der frisch gepressten Orangensaft mit einigen hochprozentigeren Ingredienzien verfeinert, den Abend genießen.

Am nächsten Tag steht zunächst der ebenfalls im Jugendstil erbaute Mercado Central auf dem Besuchsprogramm. Die Markthalle gilt mit ihrer riesigen Glaskuppel und einer Gesamtfläche von 8.000 m² als einer der größten Märkte in Europa und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Valencias.

Reich geschmückte Keramikfliesen und Glasmalereien, die von metallenen Elementen durchzogen werden, schmücken das Gebäude. Und als Wetterfahne über der großen Glaskuppel überwacht “la Cotorra del Mercat”, ein schmiedeeiserner grüner Papagei, das rege Markttreiben.

Wer mag, kann den Spaziergang dann durch das Stadttor, das Torres de Serranos, fortsetzen und durch die grüne Lunge der Stadt, das ehemalige Flussbett des Turia, bis zur Ciutat de les Arts i les Ciències und dann weiter zum schönen Strand laufen. Die Strecke ist insgesamt über 10 km lang, aber auf dem Weg finden sich immer wieder Plätze zum Ausruhen.

Futuristischer Glanzpunkt

1957 war der Turia, der nach einem verheerenden Gewitterregen große Teile Valencias überschwemmt und über 80 Tote gefordert hatte, in ein neues Flussbett geleitet worden, und der bisherige Flusslauf war gottlob zum Erholungsgebiet und nicht etwa – wie zunächst geplant – zu Schnellstraßen geworden.

So konnte der aus Valencia stammende Stararchitekt Santiago Calatrava mit der beeindruckenden Ciutat de les Arts i les Ciències, die in Meeresnähe im ehemaligen Bett des Turia liegt, einen futuristischen Glanzpunkt und ein neues Wahrzeichen für seine Heimatstadt schaffen.

Tausende Besucher erfreuen sich täglich an diesem Meisterwerk aus Kunst und Wissenschaft, das allerdings – wie bei solchen Vorhaben nicht unüblich – den Kostenrahmen deutlich überschritten hat und nunmehr das “Stadt-Säckel” mächtig belastet.

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