Industrie + ForschungWas tun bei akutem Schiefhals?

Der akute Schiefhals (Torticollis acutus), der in Zusammenhang mit einem HWS-Syndrom auftritt, ist sozusagen der „Hexenschuss an der Halswirbelsäule“. Er kann eine Extremform der Muskelverspannung im Hals und Nackenbereich sein. Der Arztbesuch ist sinnvoll, um ernsthafte Ursachen auszuschließen (Red Flags).

Zur Linderung der Muskelverspannungen bietet sich der Wirkstoff Pridinol an. Pridinol unterbricht polysynaptische Reflexe direkt am -Motoneuron und entspannt somit die verkrampfte Hals- und Schultermuskulatur. Mit der intramuskulären Injektion von Myopridin® Injektionslösung (2 mg Pridinolmesilat) steht der Wirkstoff schnell und in ausreichender Konzentration systemisch zur Verfügung und erreicht das Rückenmark, wo durch die antagonistische Wirkung an M1-Muskarinrezeptoren eine Hemmung der Reflexweiterleitung zur Muskulatur erreicht wird. Durch übersteigerte Reflexaktivitäten verhärtete Muskelbereiche können so entspannen. Die willkürlichen Muskelbewegungen werden dagegen nicht beeinflusst. Die Halbwertzeit von Pridinol ist mit 14-18 Stunden lang genug, um ausreichend relaxiert über den ersten Tag zu kommen. Die individuelle analgetische Versorgung ist eine weitere Sofortmaßnahme und bei Bedarf für einige Tage fortzusetzen.

Muskelrelaxation und Schmerzlinderung helfen in der Akutphase. Wärme, zum Beispiel als Watteverband um den Hals, ist für den Patienten angenehm und fördert die muskuläre Entspannung. Manuelle Medizin findet im Halsbereich eher zurückhaltend Anwendung. Vor einer Manipulation am Hals müssen auf jeden Fall Gegenanzeigen ausgeschlossen werden.

Vorsichtig-mobilisierende Verfahren, möglichst immer in Verbindung mit einer Übungsbehandlung, sollten manipulierenden Maßnahmen vorgezogen werden.

Quelle: Pressegespräch „Update Muskelrelaxation“ im März 2017 in Hamburg, Veranstalter: Strathmann GmbH & Co. KG

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