ExperteninterviewStressbelastung und gastrointestinale Beschwerden

Die Stressstudie der Techniker-Krankenkasse 2016 zeigt, wie stark eine hohe Stressbelastung insbesondere auch mit Störungen des Gastrointestinaltrakts zu tun hat. Hierzu stand Prof. Ahmed Madisch im Interview Rede und Antwort (ein Auszug).

Die Stressstudie der Techniker-Krankenkasse 2016 zeigt, wie stark eine hohe Stressbelastung insbesondere auch mit Störungen des Gastrointestinaltrakts zu tun hat. Hierzu stand Prof. Ahmed Madisch im Interview Rede und Antwort (ein Auszug).
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Wie wirkt sich Stress konkret auf das Magen-Darm-System aus und welche Syndrome sind häufig die Folge?

Madisch: Zwischen dem Enterischen und dem Zentralen Nervensystem besteht über die Bauch-Hirn-Achse eine Kopplung. Somit hat eine erhöhte psychische Stressbelastung einen modulierenden Effekt auf das sogenannte Bauchhirn, das über mehr Ganglienzellen verfügt als das Rückenmark. Überdies gibt es deutliche Hinweise für eine Interaktion zwischen dem ZNS und dem Darm-Mikrobiom.

Gastrointestinale Erkrankungen, die gehäuft in Zusammenhang mit Stress beobachtet werden, sind die funktionelle Dyspepsie (FD) und das Reizdarmsyndrom (RDS). Bei FD und RDS bestehen Störungen des Bauchhirns im Sinne einer viszeralen Hyperalgesie. Stress kann die Beschwerden von Patienten mit FD oder RDS über die Bauch-Hirn-Achse zusätzlich verstärken.

Eine hohe Stressbelastung entsteht häufig schleichend, deren Reduktion ist ein längerer Prozess. Was können Sie Ihren Patienten an die Hand geben?

Madisch: Zur schnellen und effektiven Linderung der Beschwerden, wie sie bei einer funktionellen Dyspepsie oder einem Reizdarm auftreten, eignen sich Phytotherapeutika. Bei Kombinationen aus verschiedenen Heilpflanzen setzen die einzelnen pharmakologisch wirksamen Komponenten zur selben Zeit an unterschiedlichen Zielorten an. Auf diese Weise kann die gestörte Motilität normalisiert, Hypersensibilität verringert, die Säureproduktion gehemmt und Entzündungen entgegengewirkt werden. Eine solche Kombination, die einen Multi-Target-Effekt entfaltet, bietet Iberogast, welches aus Bitterer Schleifenblume – der Iberis amara – und acht weiteren Heilpflanzen besteht. Die Wirksamkeit dieser pflanzlichen Kombination beruht auf diesem Multi-Target-Effekt: Die Iberis amara z. B. erhöht den Tonus der glatten gastrointestinalen Muskulatur, die Melisse wirkt spasmolytisch, die Kamille wirkt antibakteriell und wundheilungsfördernd. Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten ist es also, was Iberogast so effektiv macht. So lassen sich die vielfältigen und z. T. diffusen Symptome funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen ganzheitlich angehen.

Prof. Ahmed Madisch ist Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Chefarzt der Med. Klinik I am Krankenhaus Siloah Hannover.

Quelle: Nach einer Presseinformation von Bayer Vital

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