MedizinstudiumHausärzte: Reform beschleunigen, nicht begraben!

Massiven Gegenwind von drei Verbänden und auch aus den eigenen Reihen erntet die AWMF für ihren Vorstoß, bei der Approbationsordnung den Resetknopf zu drücken. Dies schade am Ende sogar den Patientinnen und Patienten, macht der Hausärztinnen- und Hausärzteverband deutlich.

Berlin. Die ärztliche Approbationsordnung in Verbindung mit dem Masterplan Medizinstudium 2020 sollte besser beschleunigt als ausgebremst werden, sind sich Hausärztinnen- und Hausärzteverband, Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (DEGAM), Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) sowie Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) einig. Mit heftiger Kritik weisen sie daher die Forderung der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlich medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) zurück, den Reformprozess nochmal neu zu starten.

Die jahrelange Hängepartie hätte dazu geführt, dass viele Unistandorte mit Reformen auf die neue Approbationsordnung gewartet hätten, erläutert die AWMF, dabei könnten auch jetzt schon wichtige Teile des Masterplans 2020 umgesetzt werden. „Parallel dazu muss der Masterplan überdacht werden“, heißt es in der Mitteilung weiter. Denn dieser würde teilweise einer modernen Medizindidaktik nicht mehr gerecht.

“Falsch und verantwortungslos”

Das sehen Hausärztinnen- und Hausärzteverband, BVKJ, bvmd und DEGAM, die selbst Mitglied der AWMF ist, erheblich anders. In einem offenen Brief an die AWMF kontern Verband, BVKJ und bvmd, der Vorstoß sei „falsch und verantwortungslos“. Damit versuche die AWMF, das Scheitern der dringend nötigen Reform zu legitimieren.

Das Kompromisspapier sei der Konsens zwischen Bund und Ländern. Auch sei es mit dem Medizinischen Fakultätentag abgestimmt. Ungeklärt sei lediglich die Finanzierung, was sehr bedauerlich sei, schreiben die Verbände. Ein Abbruch der Reform, wie von der AWMF befürwortet, schwäche die haus- und kinderärztliche Versorgung. Zugleich würde Studierenden die Chance genommen, sich mit unterrepräsentierten Themen wie geschlechtersensible Medizin, Digitalisierung oder mehr Wissenschaftlichkeit im Studium zu beschäftigen. „Das schadet am Ende des Tages insbesondere den Patientinnen und Patienten.“

DEGAM: AWMF-Position nicht abgestimmt

Um die Versorgung zu sichern, sei es von „immenser Bedeutung, den Stillstand schnellstmöglich zu überwinden“, protestiert auch die DEGAM. „Als Mitgliedsgesellschaft fordern wir die AWMF auf, diese nicht abgestimmte Positionierung zu revidieren, die außerdem den Eindruck erweckt, dass sich die Mitgliedsgesellschaften gemeinsam zu Wort melden.“ Die Zusammenarbeit mit der AWMF werde durch den Vorstoß empfindlich gestört, so die DEGAM weiter.

 

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