PrimärarztsystemHZV gehört in Hausarzt-Hände

Aufgrund der erneuten Debatte um ein Primärarztsystem betont Ulrich Weigeldt, wie notwendig es ist, dass der HZV durch die Hausärzteverbände organisiert wird.

Schon oft habe ich an dieser Stelle auf die Vorzüge eines freiwilligen Primärarztsystems wie der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) hingewiesen. Vorzüge wie eine medizinisch hochwertige und wirtschaftlich sinnvolle Versorgung der Patienten, die wir uns im Hausärzteverband nicht etwa ausgedacht haben – nein, diese Vorzüge wurden in unabhängigen, wissenschaftlichen Evaluationen mehrfach bestätigt.

Es erscheint notwendig, darauf immer wieder zu verweisen – insbesondere vor dem Hintergrund der erneut aufkommenden Diskussion um ein ärztliches Primärarztsystem. Die Frage, ob dieses verpflichtend oder freiwillig gestaltet sein sollte, stellt sich für uns gar nicht. Denn die Einführung eines verpflichtenden Systems würde nur dazu führen, dass dieses unter dem Dach des Kollektivvertragsystems angesiedelt würde. Damit würde es in die Abhängigkeit der dortigen fachärztlichen Mehrheit geraten, außerdem müssten Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband geführt werden. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen, beispielsweise im Bewertungsausschuss, kennen wir zur Genüge. Insofern ist es für die HZV wesentlich, durch die Hausärzteverbände organisiert zu werden.

“Gemeinsam und einheitlich” mag den Vorteil haben, nicht verschiedene Verträge bedienen zu müssen. Allerdings wäre der Wettbewerb, der wesentlich für die guten Ergebnisse der Verträge ist, dann nicht mehr gegeben. Daher tun wir gut daran, diesen Wettbewerb zu erhalten, anstatt über andere Primärversorgungsmodelle als die etablierte HZV zu diskutieren.

Mitunter habe ich den Eindruck, dass nicht mehr gegen die HZV als alternative Regelversorgung argumentiert wird, sondern es mit der Umsetzung dieses freiwilligen Primärarztsystems nicht schnell genug gehen kann. Die Dynamik ist da, wie Hessen oder NRW zeigen. Dennoch ist Ungeduld kein guter Ratgeber. Wir müssen bei unserer Linie bleiben! Wer vor elf Jahren vorhergesagt hätte, dass wir mit unseren Verträgen fast zehn Prozent der gesetzlich Versicherten betreuen, wäre zumindest ausgelacht worden.

Mit kollegialen Grüßen

Ulrich Weigeldt

Bundesvorsitzender Deutscher Hausärzteverband e. V.

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