PraxisabgabeViele Ärzte ziehen nicht ärztliche Käufer in Betracht

Politiker und Ärztevertreter sorgen sich, dass die ärztliche Versorgung immer mehr in die Hände von Kapitalgesellschaften geraten könnte. Nicht zu Unrecht, zeigt eine Umfrage: Viele Ärzte können sich als Praxiskäufer auch Nicht-Ärzte vorstellen.

Politiker und Ärztevertreter sorgen sich, dass die ärztliche Versorgung immer mehr in die Hände von Kapitalgesellschaften geraten könnte. Nicht zu Unrecht, zeigt eine Umfrage: Viele Ärzte können sich als Praxiskäufer auch Nicht-Ärzte vorstellen.
Nach der Praxisabgabe würden jeder fünfte Arzt seinen Beruf vermissen, zeigt eine Umfrage.© Matthias Buehner - stock.adobe.com

Düsseldorf. 83 Prozent der Ärzte lehnen es nicht grundsätzlich ab, ihre Praxis an nicht ärztliche Leistungserbringer zu verkaufen. Dieses Bild zeichnet eine Umfrage über das „DocCheck Healthcare Panel“ im Auftrag der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, an der sich 50 Allgemeinmediziner und Gebietsärzte, 50 Zahnärzte und 50 Apotheker ab 50 Jahren beteiligt haben. Knapp ein Viertel der Ärzte sieht den Verkauf an Nicht-Ärzte als Option, 61 Prozent können sich dies vorstellen, wollen aber im Einzelfall entscheiden. Lediglich 16 Prozent antworteten „nein, auf keinen Fall“.

Die steigenden Interessen von Finanzinvestoren, über die Gründung oder den Kauf von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in der ambulanten Versorgung Fuß zu fassen, haben jüngst mehrere Anfragen verschiedener Parteien im Bundestag thematisiert. Zuletzt hat der Bundesrat Mitte November gefordert, mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz „konzernartige Monopolstrukturen“ bei MVZ nicht weiter zu begünstigen. Auch Bundesärztekammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung warnen vor einem Auskauf der Arztpraxen durch renditeorientierte Unternehmen. Dem Marburger Bund zufolge soll Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits über Gesetzesänderungen nachdenken.

Ärzte sehen Zukunft positiver als Apotheker

Knapp die Hälfte der Allgemeinmediziner und Gebietsärzte blickt laut der Umfrage der Praxisabgabe mit Sorgen entgegen (30 Prozent „eher besorgt“, 14 Prozent „sehr besorgt“). Ein Viertel von ihnen ist weder besorgt noch zuversichtlich und ein weiteres Viertel bezeichnet sich als „eher zuversichtlich“. Die Ärzte blicken dabei deutlich positiver in die Zukunft als Zahnärzte oder Apotheker.

Ebenfalls deutlich häufiger als Zahnärzte (zwei Prozent) und Apotheker (sechs Prozent) geben Ärzte an, dass sie ihre Arbeit nach der Praxisabgabe vermissen werden (20 Prozent). Ihre größte Befürchtung ist, überhaupt einen Nachfolger (50 Prozent) und einen „passenden Nachfolger“ (44 Prozent) zu finden. Einen guten Verkaufspreis zu erzielen, ist für Ärzte bei der Praxisabgabe genauso wichtig wie ihre Praxis in gute Hände zu legen (je 48 Prozent). Ebenso wünscht sich fast jeder Zweite einen „sanften Übergang“, etwa in dem er erstmal die Arbeitszeit reduzieren kann. Weniger wichtig hingegen ist Ärzten, dass die Übergabe mit wenig Aufwand (28 Prozent) und schnell verläuft (16 Prozent).

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