Telematik-AnbindungTelekom-Konnektor erhält Zulassung

Schon bald muss die Compugroup ihr Monopol auf dem Konnektor-Markt wohl abgeben: Das Gerät der T-Systems hat die Zulassung erhalten, das Unternehmen bereitet eigenen Angaben zufolge den Marktstart vor. Aufatmen ist für Ärzte in Sachen Telematik-Anbindung aber nicht angesagt.

Schon bald muss die Compugroup ihr Monopol auf dem Konnektor-Markt wohl abgeben: Das Gerät der T-Systems hat die Zulassung erhalten, das Unternehmen bereitet eigenen Angaben zufolge den Marktstart vor. Aufatmen ist für Ärzte in Sachen Telematik-Anbindung aber nicht angesagt.
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Berlin. Auf dem Markt der Konnektoren für die Anbindung von Arztpraxen an die Telematikinfrastruktur (TI) wird der bisherige Platzhirsch Compugroup bald nicht mehr allein sein: Die gematik hat am Freitag (22. Juni) die Zulassung für den Konnektor der T-Systems erteilt. „In den nächsten Tagen schließen wir die ersten Konnektoren an und bereiten damit den Marktstart vor“, bestätigt Unternehmenssprecher Reiner Knirsch auf Anfrage von „Der Hausarzt“. Ein Datum für die ersten Lieferungen in Arztpraxen könne man heute noch nicht nennen.

Der Konnektor – essenzieller Baustein für die TI-Anbindung – ist mit einem Router vergleichbar. Er stellt ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk (VPN) her, in dem elektronische Anwendungen völlig abgeschirmt vom sonstigen Internet genutzt werden können.

Bislang haben sich viele Hausärzte in einer Zwickmühle wiedergefunden: Denn mit dem Koco-Konnektor der Compugroup war in den vergangenen Monaten nur ein Gerät auf dem Markt; weitere Hersteller kündigten zwar bereits zur Gesundheitsmesse conhIT im April nahende Zulassungen an, bislang jedoch erfolglos. Vor allem für Praxen, die nicht Kunden der Compugroup sind, hat sich vor dem Hintergrund der abgestaffelten Finanzierung damit ein Spannungsfeld aufgetan.

Kommen Preissenkungen?

Doch auch mit dem zweiten Anbieter mit Konnektor-Zulassung ist dieses noch nicht aus der Welt. Denn verkauft wird der Konnektor als Teil eines Starter-Pakets zur Anbindung an die TI. Das „Medical Access Port Bundle“ besteht aus dem Telekom-Konnektor „Medical Access Port“, einem stationären E-Health-Kartenterminal, dem Zugang der Praxis zum sicheren Gesundheitsnetz (sogenannter VPN-Zugangsdienst) sowie Serviceleistungen. Es kostet einmalig 3.207,20 Euro, „enthalten sind die Lieferung der Hardware in die Praxis, deren Installation und Konfiguration vor Ort sowie eine Einweisung“, heißt es im Angebot.

Ob es nach diesem seit der Gesundheitsmesse conhIT im April kommunizierten Startpreis im dritten Quartal Preissenkungen geben wird, sei absolut noch nicht abzusehen, sagt Unternehmenssprecher Knirsch. Aber: Auch mit der jüngst angehobenen, zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband nachverhandelten Finanzierungsvereinbarung erhalten Praxen für die Konnektor-Anschaffung nur 1.719 Euro, plus 435 Euro für das Kartenterminal. Ab dem vierten Quartal sind es nur noch 1.547 Euro. Diesen aktuell vorliegenden Zahlen nach, würde Ärzten beim Konnektor-Kauf ab dem dritten Quartal doch weiter eine Lücke in der Finanzierung drohen – trotz gesetzlicher Regelung, dass die Finanzierung für Praxen kostendeckend sein soll. Darauf hatte auch der Deutsche Hausärzteverband wiederholt gepocht.

Tritt RISE auf den Markt, soll nachverhandelt werden

Auch bei der Compugroup könne man aktuell noch keine Aussage über die Preisentwicklung in Quartal drei treffen, heißt es auf Anfrage. Aktuell wirbt das Koblenzer Unternehmen noch damit, die Differenz zum Förderpreis in Quartal drei bei einer Bestellung im zweiten Quartal zu übernehmen.

Verschärfen könnte sich die Situation weiter, wenn der österreichische Hersteller RISE – neben Secunet aktuell noch in den Startlöchern stehend – die Zulassung für den Konnektor erhält. Dafür nannte Geschäftsführer Prof. Thomas Grechenig gegenüber „Der Hausarzt“ zuletzt spätestens das dritte Quartal. Zu rechnen ist damit, dass die Österreicher einen deutlich geringeren Preis ausrufen werden. Die Finanzierungsvereinbarung soll dann noch einmal nachverhandelt werden.

Erste Erfahrungen von Hausärzten, die ihre Praxis bereits angebunden haben, zeigen unterdessen, worauf es bei der Umsetzung im Praxisalltag ankommt. Eine entsprechende Checkliste hat „Der Hausarzt“ zusammengestellt.

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