UrteilKrankenkasse lehnt Begleithund zu Recht ab

Einem Jungen mit fetalem Alkoholsyndrom verordnet die behandelnde Kinderärztin einen Behindertenbegleithund. Muss die Krankenkasse die Kosten übernehmen?

Einem Jungen mit fetalem Alkoholsyndrom verordnet die behandelnde Kinderärztin einen Behindertenbegleithund. Muss die Krankenkasse die Kosten übernehmen?
Laut Gericht wird ein Haustier allein durch förderliche Auswirkungen nicht zum Hilfsmittel.© Ksenia - stock.adobe.com

Celle. Begleithunde sind für Kinder, die an vorgeburtlich erlittenen Schäden durch den Alkoholkonsum der Mutter leiden, kein Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung. Das entschied das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen in Celle in einem am Montag bekanntgewordenen Urteil vom 18. Februar.

Junge mit fetalem Alkoholsyndrom

Im vorliegenden Fall hatte ein Grundschüler aus dem nördlichen Niedersachsen geklagt. Der Junge wurde den Angaben zufolge als viertes von sechs Kindern einer alkoholkranken Mutter geboren, er leidet demnach an einem sogenannten fetalen Alkoholsyndrom und Entwicklungsverzögerungen.

Das Kind sei zappelig und neige zum Redeschwall, teilte das Gericht mit. Die behandelnde Kinderärztin habe dem Jungen, der bei Pflegeeltern lebt, einen Behindertenbegleithund verordnet, der ihn beruhigen sollte. Ein Hund gebe Geborgenheit und fördere auch den Kontakt zu anderen Kindern.

“Allgemeine Haustierhaltung”

Die Krankenkasse lehnte eine Kostenübernahme ab, es handele sich um allgemeine Haustierhaltung. Das Gericht bestätigte die Rechtsauffassung der Krankenkasse.

Im Gegensatz zum Blindenhund sei ein Begleit- oder Assistenzhund kein Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenkasse. Zwar werde die positive Wirkung des Hundes nicht in Frage gestellt, weil der Junge in Gegenwart des Tieres ruhiger sei. Ein Haustier werde aber allein durch förderliche Auswirkungen nicht zum Hilfsmittel, es gehe um kein Grundbedürfnis.

Quelle: dpa/lni

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, VERAH® und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Spicker, Checklisten und Medizin für die hausärztliche Praxis, berufspolitische News, sowie Neues aus Wissenschaft und Organisation
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben
Nachrichten aus der Industrie

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben