Fehlervermeidung bei ImpfungenPraxis-EDV hilft, Fehl-Impfungen vorzubeugen

Zu häufige oder ausgelassene Impfungen können nicht nur zu Corona-Zeiten dramatische Konsequenzen haben. Wer die Praxissoftware clever nutzt, kommt beiden Fällen zuvor.

Die Corona-Pandemie zeigt sich auch in den Fehlerberichten auf “Jeder Fehler zählt”. Im aktuellen Fall geht es um die Problematik der Pneumokokken-Impfung (s. Kasten).

Diese Impfung wurde in den letzten Monaten verstärkt beworben und nicht zuletzt die öffentlichkeitswirksame Impfung von Angela Merkel (CDU) im März hat die Nachfrage steigen lassen.

Mittlerweile wäre Merkel “zu jung” für die Impfung, denn die STIKO hat ihre Empfehlungen für die Pneumokokkenimpfung, aufgrund der Lieferengpässe, eingeschränkt. So wird Pneumovax® 23 aktuell nur noch für Senioren ab einem Alter von 70 Jahren empfohlen (Angela Merkel ist aber 1954 geboren).

Was bedeutet ein Lieferengpass für Ihre Praxis?

Sind zu wenig Impfdosen vorhanden, können Ärztinnen und Ärzte nicht alle Personen impfen, für die die Impfung nach STIKO infrage kommt. Für diesen Fall empfiehlt das Robert Koch-Institut eine Priorisierung in folgender Reihenfolge:

  1. Impfung bisher sicher ungeimpfter Personen
  2. Impfung der Haushaltsangehörigen von Risikopersonen (sog. Kokon-Strategie)
  3. Auffrischimpfungen bei Vorschul- kindern
  4. Auffrischimpfungen bei Jugendlichen
  5. Auffrischimpfungen bei Erwachsenen

Strategien zur Fehlervermeidung bei Impfungen

Der häufigste Fehler bei Impfungen ist, dass eine Impfung doppelt stattfindet. Für den betroffenen Patienten bedeutet dies meistens “nur” eine unnötige Injektion. Gerade in einer Situation mit verminderter Verfügbarkeit von Impfstoffen kann ein solcher Fehler allerdings für den nächsten, dem die Impfung nicht gegeben werden kann, dramatisch sein.

Doppelte Impfungen sind meist auf Schwachstellen in der Impfdokumentation zurückzuführen. Falls vorhanden, nutzen Sie daher das Impfdokumentationssystem Ihrer Praxis-EDV. Gerade in einer größeren Praxis mit mehreren Ärztinnen und Ärzten ist es wichtig, dass alle nach demselben Schema dokumentieren.

Um unnötige Doppelimpfungen zu vermeiden, können Sie außerdem die Möglichkeit nutzen, in der EDV eine Textgruppe oder ein Kürzel für Impfungen zu reservieren. Dann können Sie bei der Terminabsprache und bei der Durchführung der Impfung gezielt nach erfolgten Impfungen suchen und das Risiko für eine unnötige Injektion minimieren. Nach den zu häufigen Impfungen ist ein weiterer gängiger Fehler die ausgelassene Impfung. Richten Sie daher ein Recall-System ein, das Ihr Team – und in der Folge Ihre Patienten – an die anstehenden Impftermine erinnert. Das können Sie auch für verschobene Termine aufgrund von Lieferengpässen nutzen.

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