Praxis WissenPraxis-Sozialdienst für sozialrechtliche Fragen

Seit Oktober letzten Jahres steht insbesondere Ärzten, aber auch Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen der Praxis-Sozialdienst „neuraxWiki“ zur Verfügung, um Fragen zu sozialrechtlichen Leistungsansprüchen zu beantworten.

Was tun, wenn die Krankenkasse eine Leistung ablehnt? Wer bezahlt die Reha? Worin besteht der Unterschied zwischen arbeitsunfähig, erwerbsgemindert und berufsunfähig? Diese und ähnliche Fragen tauchen im Praxis-Alltag häufig auf und stellen für die behandelnden Ärzte eine zusätzliche Herausforderung dar. „Oft ist nicht klar, welcher Kostenträger für welche Leistung zuständig ist und welche Leistungen unter welchen Voraussetzungen den gesetzlich Versicherten überhaupt zustehen“, erklärt der Jurist Dieter Voigt, Augsburg.

Der von der neuraxpharm Arzneimittel GmbH über die gemeinnützige neuraxFoundation gegründete neuraxWiki Praxis-Sozialdienst hat sich zum Ziel gesetzt, Ärzte bei diesen Fragen zu unterstützen. „Die Bedürfnisse der Patienten gehen über die medikamentöse Versorgung hinaus. Bei unserem komplizierten Sozialversicherungssystem besteht ein Notstand im Wissenssystem der Patientenversorgung“, betonte Hermann-Josef Körwer, Geschäftsführer der neuraxFoundation, Langenfeld. Gedacht ist der kostenfreie Service insbesondere für neurologische und psychiatrische Fachärzte, doch auch Hausärzte können sich beraten lassen.

Aufgebaut aus drei Bereichen

Der Sozialdienst basiert auf drei Säulen: einer Online-Suchmaschine für sozialrechtliche und psychosoziale Fragestellungen, der persönlichen Fachberatung über das neurax-Wikiphone sowie den Praxisleitfäden zu sozialrechtlichen Ansprüchen in Form von Broschüren.

Letztere gibt es bereits zu den Themen Schmerz, Depression und Demenz. Sie enthalten, neben einem auf die jeweilige Patientengruppe zugeschnittenen Überblick über sozialrechtliche Hilfestellungen und Leistungen, auch wichtige Adressen und Ansprechpartner sowie Tipps und relevante Hinweise. Die Inhalte werden von Experten der Stiftung Bunter Kreis, Augsburg, erarbeitet und regelmäßig aktualisiert.

„Das Interesse ist sehr groß. Viele Ärzte haben die kostenfreien Ratgeber bereits nachbestellt. Die Erstauflage von immerhin 10.000 Exemplaren war schon nach kurzer Zeit vergriffen“, berichtete Marion Schönwalder, Leiterin der neuraxFoundation, Langenfeld. Die Ratgeber sind beim Außendienst der NeuraxFoundation erhältlich oder per E-Mail unter info@neuraxFoundation.de. Das Online-Portal www.neuraxWiki.de stellt laut Schönwalder eine ausführliche Form der Ratgeber dar und ist unabhängig davon nutzbar. Interessierte können sich hier über Leistungsansprüche, sozialrechtliche Bestimmungen und psychosoziale Themen informieren.

Quelle: Pressegespräch „Vorstellung Praxis-Sozialdienst neuraxWiki“, 18.5.2015 in München, veranstaltet von neuraxFoundation GmbH

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