Forum HausärztinnenMentorinnen für jede Lebens- und Arbeitsphase

Eine Praxis gründen oder lieber angestellt arbeiten? Wie bringe ich Familie und Beruf unter einen Hut? Wie kann ich mich berufspolitisch engagieren? So vielseitig die Fragen von Hausärztinnen sind, so individuell sind die Lösungen: Daher bietet das Forum Hausärztinnen ab jetzt ein persönliches Coaching an.

Unter Studentinnen und angehenden Ärztinnen kursieren oft Vorstellungen und Sorgen rund um die hausärztliche Tätigkeit, die in der Praxis später gar nicht zutreffen, zeigen Erfahrungen des Forums Hausärztinnen im Deutschen Hausärzteverband.

Um Ärztinnen in jeder Lebensphase ihre Ängste zu nehmen und sie auf ihrem beruflichen und berufspolitischen Karriereweg zu begleiten, bietet das Forum daher jetzt ein Coaching für Mitglieder des Hausärzteverbands an (s. Kasten).

Denn aus Studien ist bekannt, dass Faktoren wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Möglichkeiten zur Teilzeitarbeit und Patientennähe für Ärztinnen bei ihrer Berufswahl und Karriereentscheidung eine wichtige Rolle spielen [1].

Als Gründe gegen eine Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin werden unter anderem Sorgen vor einer hohen Arbeitsbelastung in der eigenen Praxis und die fehlende Strukturierung der Weiterbildung genannt [2,3].

Viele Medizinstudentinnen fürchten in der Allgemeinmedizin ein Einzelkämpfer-Dasein und 24-stündige Alleinverantwortlichkeit für ihre Patienten. Die Sorge vor einer Unvereinbarkeit von Beruf und Familie oder einer unausgeglichenen Work-Life-Balance ist beim medizinischen Nachwuchs groß.

Fragt man aber die bereits hausärztlich tätigen Kolleginnen, sieht deren Arbeitswelt häufig ganz anders aus. Sie arbeiten in gut organisierten, familiengerechten Einzel- oder Gemeinschaftspraxen, in Kooperationen oder MVZ. Gleichzeitig gibt es zunehmend mehr Hausärztinnen, die angestellt tätig sind.

Coaching – praxisnah und persönlich

Häufig fehlen Kolleginnen Informationen über die vielfältigen Möglichkeiten und modernen Lösungen, die sich bei einer Entscheidung für die Allgemeinmedizin bieten. Gleichzeitig suchen sie nach positiven Rollenbildern (role modeling). Aus der Wissenschaft ist bekannt, wie wichtig solche Rollenmodelle und Vorbilder bei der Karriereentscheidung sind.

Hier setzt das Coaching des Forums Hausärztinnen an: Die Mentorinnen sind Frauen mit ganz unterschiedlichen Arbeits- und Lebenswelten, die die Diversität der heutigen Allgemeinmedizin repräsentieren. Jede bietet unterschiedliche Beratungsschwerpunkte an, nicht nur zu Praxisfragen, sondern auch Anleitung und Hilfestellung zum berufspolitischen Engagement sind dabei ausdrücklich vorgesehen.

So können Kolleginnen auf ein Netzwerk zugreifen, das sie bei Fragen und Unsicherheiten persönlich unterstützt und Anregungen für jede Lebens- und Arbeitsphase bietet.

Großen Wert legen die Mentorinnen auf die persönliche Beratung. Denn Studien zeigen, dass role modeling und Mentorinnen Karrierewege von Frauen positiv beeinflussen – und zwar umso erfolgreicher, je persönlicher und intensiver die Beziehung zwischen Mentorin und Mentee ist [4].

Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth

Fachärztin für Allgemeinmedizin, Landesverband Baden-Württemberg

Beratungsschwerpunkte:

  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Lehre und Forschung – berufsbegleitend für den Raum Baden-Württemberg

.

Dr. Jana Husemann

Fachärztin für Allgemeinmedizin, Landesverband Hamburg

Beratungsschwerpunkte:

  • Fragen rund um die Niederlassung
  • Weiterbildung in Hamburg
  • Ärztliche Fortbildung
  • Einstieg in die Berufspolitik

Sandra Blumenthal

Ärztin in allgemeinmedizinischer Weiterbildung, Landesverband Berlin/Brandenburg

Beratungsschwerpunkte:

  • Entscheidungsfindung Allgemeinmedizin: Bin ich eine Hausärztin?
  • Selbstorganisation in der Weiterbildung: wann, wie, wo und was?
  • Herausforderung Allgemeinmedizin: effektiv lernen und fortbilden – ohne den Überblick zu verlieren

Dr. Heidi Weber

Fachärztin für Innere Medizin, Landesverband Rheinland-Pfalz

Beratungsschwerpunkte:

  • Praxisgründung, Praxisaufbau
  • Angestellte Ärztinnen und Ärzte

.

Literatur

  1. Miksch A, Hermann K, Joos S, Kiolbassa K, Loh A, Götz K. „Work-Life-Balance“ im Arztberuf – geschlechtsspezifische Unterschiede in den Erwartungen von Medizinstudierenden. Ergebnisse einer Online-Umfrage in Baden-Württemberg. Präv Gesundheitsf 2012; 7: 49-55
  2. Huenges B, Weismann N, Osenberg D, Klock M, RuscheH. Weiterbildung aus der Sicht der (Haus-)ärzte von morgen. Z, Allg. Med. 2010; 86: 369-378ä
  3.  Steinhäuser J, Paulus J, Roos M, et al. „Allgemeinmedizin ist trotzdem ein schönes fach-eine qualitative Studie mit Ärzten in Weiterbildung. Z.Evid Fortbild Qual Gesundh wesen 2011; 105: 89-96
  4. Levine RB1, Mechaber HF, Reddy ST, Cayea D, Harrison RA. „A good career choice for women“: female medical students’ mentoring experiences: a multi-institutional qualitative study. Acad Med. 2013 Apr; 88(4):527-34
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