Ausbreitung des Coronavirus„Zweite Welle lässt sich verhindern“

Die lokalen Ausbrüche der Corona-Pandemie bedeuten keine zweite Welle, betont das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell. Vielmehr lasse sich diese mit den vorliegenden Mitteln verhindern - auch ohne den erwarteten Impfstoff.

Die lokalen Ausbrüche der Corona-Pandemie bedeuten keine zweite Welle, betont das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell. Vielmehr lasse sich diese mit den vorliegenden Mitteln verhindern - auch ohne den erwarteten Impfstoff.
Blick auf einen Plattenbau: Die aktuellen Corona-Zahlen sind vor allem durch lokale Ausbrücke in oft schwierigen sozialen Bedingungen bedingt.© 政昭 大橋 - stock.adobe.com

Berlin. Nach den Corona-Ausbrüchen unter anderem im Landkreis Gütersloh hat das Robert Koch-Institut (RKI) weiter zum Einhalten der sogenannten AHA-Regel – also Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken – gemahnt. Dann ließe sich eine zweite Welle der Corona-Pandemie auch ohne den sich in der Entwicklung befindlichen Impfstoff vermeiden, betonte RKI-Chef Dr. Lothar Wieler am Dienstag (23. Juni) in Berlin. „Es liegt in unserer Hand, wir haben alles Nötige dafür.“

Als einen weiteren Schritt zur Eindämmung des Virus sieht Wieler die vergangene Woche gestartete Corona-Warn-App. Diese hätten bereits mehr als zwölf Millionen Menschen heruntergeladen. Wie viele sie davon auch aktiv nutzen oder wie viele positive Fälle bereits gemeldet worden seien, sei jedoch noch nicht zu sagen, so Wieler.

Lokale Ausbrüche bedeuten keine zweite Welle

Die aktuellen Zahlen (s. Kasten unten) seien in erster Linie auf lokale Ausbrüche zurückzuführen, erklärte das RKI am Dienstag. Dabei betonten die Vertreter der Bundesbehörde, dass es sich bei diesen lokalen Ausbrüchen unter anderem in Gütersloh, wo mehr als 1500 Mitarbeiter des Schlachtbetriebs Tönnies positiv auf das Virus getestet wurden, nicht um eine beginnende zweite Welle der Pandemie handele. Eine Welle definiere sich über Fallzahlen, und die seien nach wie vor niedrig. Aus 137 Landkreisen seien in den zurückliegenden sieben Tagen überhaupt keine Meldungen zu Neuerkrankungen mehr eingegangen, berichtete die Leiterin des Krisenstabs im RKI, Dr. Ute Rexroth.

Scheinbar begünstigten die schwierigen sozialen Bedingungen eine Ausbreitung des Coronavirus, sagte Rexroth. Dies sei jedoch “keine Besonderheit”, sondern vielmehr kennzeichnend für Infektionskrankheiten.

Lokale Behörden entscheiden über Vorgehen

Bei der Bewältigung der lokalen Ausbrüche setzt das RKI großes Vertrauen in die lokalen Behörden. Über Maßnahmen zur Virus-Eindämmung müsse jeweils weiter vor Ort entschieden werden, sagte Wieler. Eine flächendeckende Lockerung der Abstandsregeln sehe das RKI aktuell nicht als angebracht; vielmehr müssten solche Maßnahmen wohl über Monate aufrechterhalten bleiben.

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