Spahn zu Coronavirus“Wir sind vorbereitet”

Frankreich meldet die ersten zwei bestätigten Fälle des Coronavirus bei China-Reisenden. Als Gast in Hessen betont Gesundheitsminister Jens Spahn am gleichen Abend, dass man "wachsam" und "vorbereitet" sei - Grippe und Masern aber deutlich akutere Gefahren für Deutschland seien.

Frankreich meldet die ersten zwei bestätigten Fälle des Coronavirus bei China-Reisenden. Als Gast in Hessen betont Gesundheitsminister Jens Spahn am gleichen Abend, dass man "wachsam" und "vorbereitet" sei - Grippe und Masern aber deutlich akutere Gefahren für Deutschland seien.
Jens Spahn (CDU) mahnt in Bad Vilbel Verhältnismäßigkeit an. © Jana Kötter

Bad Vilbel. In der Vorbereitung auf potenziell auch in Deutschland auftretende Einzelfälle des Coronavirus durch Reisende hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Verhältnismäßigkeit angemahnt. Das aktuell in China auftretende Virus sei deutlich weniger ansteckend als die Masern oder auch die Grippe, betonte Spahn als Gast beim Neujahrsempfang der CDU Bad Vilbel – nur wenige Stunden vor Bekanntwerden der ersten zwei in Frankreich aufgetretenen Fälle des Virus. „Wir sind wachsam, vorbereitet und in internationalem Austausch mit allen – auch unser Robert Koch-Institut“, sagte Spahn in Bad Vilbel. Gleichwohl sei es wichtig, die Zahlen entsprechend einzuordnen.

So erinnerte Spahn an die aktuell beginnende Grippewelle. 32 Menschen sind laut RKI in der aktuellen Saison bereits an der Grippewelle gestorben, in „heftigen“ Saisons würden bis zu 20.000 Menschen in Deutschland sterben, erinnerte Spahn. „Ich will nichts relativieren, aber ich finde es wichtig, die Dinge entsprechend einzuordnen“, so der Minister. Bei einer ähnlichen Berichterstattung über Grippe und Masern würden die entsprechenden Impfquoten deutlich höher liegen, sagte er auch zur Verteidigung des Masernschutzgesetzes, das im März in Kraft treten wird. Vor der Veranstaltung hatte ein Dutzend impfkritiker Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet demonstriert.

Tempo, hingegen mahnte Spahn in der Digitalisierung an. So bekräftigte er den Starttermin der E-Patientenakte zum 1. Januar 2021. Darüber hinaus erneuerte einen Appell, den er nur eine Woche zuvor auch beim Neujahrsempfang der deutschen Ärzteschaft platziert hatte: Das Verteufeln einer Nutzung von Abrechnungsdaten für die medizinische Forschung bei gleichzeitigem Tragen eines Fitbit-Gadgets passe nicht zusammen.

Darüber hinaus deutete Spahn an, auch beim Thema Pflegekräfte aus dem Ausland mehr Tempo machen zu wollen. Er habe jüngst junge Erwachsene im Kosovo getroffen, die eine „super Ausbildung“ und sehr gute Deutschkenntnisse hätten – und nicht warten wollten, bis Zertifikate in aufwändigen Verfahren anerkannt seien. „Zuwanderung in Arbeit und Beschäftigung“ sei sinnvoll und müsse schneller möglich sein, bekräftigte Spahn in Bad Vilbel.

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