TabakkonsumTabakkonzerne gegen umfassendes Werbeverbot

Berlin. Die Tabakkonzerne Philip Morris und Reemtsma stemmen sich gegen Pläne für ein umfassendes Tabakwerbeverbot. Jörg Waldeck, Geschäftsführer von Philip Morris in Deutschland, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir sind gegen ein totales Tabak-Außenwerbeverbot.“ Es wäre dann sehr schwierig, neue Produkte einzuführen, sagte er. „Verbraucher könnten sich nicht mehr über bessere Alternativen informieren. Das behindert die Transformation zu einem weniger schädlichen Tabakkonsum.“ Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, bekräftigte die Notwendigkeit eines Verbots.

„Mir ist es wichtig, dass wir das Tabakwerbeverbot durchkriegen“, sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch (8. Mai) in Berlin. „Ich will, dass wir jetzt vor der Sommerpause so weit sind, damit die Koalition endlich grünes Licht gibt.“ Mortler betonte, Deutschland habe sich auch international zur Umsetzung von Werbebeschränkungen verpflichtet.

In die lange festgefahrene Debatte ist Bewegung gekommen, nachdem die Union Widerstand dagegen aufgegeben hat. Nun wird darüber diskutiert, bestehende Beschränkungen auf Außenwerbung und Kinos auszuweiten. Offen ist, ob nur klassische Tabakprodukte einbezogen werden sollen.

Der Vorstandssprecher von Reemtsma, Michael Kaib, sagte: „Wir sind gegen ein Werbeverbot. Für ein legales Produkt sollte ein Unternehmen auch werben dürfen.“ Ein Verbot der Werbung komme einem Innovationsverbot gleich. Wer als Unternehmer im Wettbewerb bestehen müsse, brauche die Möglichkeit, über seine Produkte zu sprechen. „Es geht um Marktanteile.“

Die Union ist bereit, ein Abkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umzusetzen. Es sieht ein Verbot von Plakatwerbung und Einschränkungen der Kinowerbung für Tabakprodukte vor. E-Zigaretten und womöglich auch sogenannte Tabakerhitzer sollen demnach aber ausgenommen werden. Verboten ist Tabakwerbung etwa schon in Radio und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften.

Waldeck sagte, die Zulässigkeit der Werbung sollte sich künftig am Schadstoffgehalt von Tabakprodukten orientieren. Der Rauch einer Zigarette enthalte Nikotin sowie viele schädliche Chemikalien. Diese Toxine seien die Hauptursache von mit dem Rauchen in Zusammenhang stehenden Krankheiten. Philip Morris entwickle alternative Produkte zu Zigaretten, die Nikotin enthalten, aber keinen Rauch erzeugen. Dabei geht es um Erhitzungen von Tabak.

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