kurz + knappStudie mit Crispr-Cas doch nicht so krass?

Wissenschaftler haben Zweifel an einer Genreparatur-Studie an menschlichen Embryonen geäußert. Die als bahnbrechend bewerteten Ergebnisse eines Teams des US-Genetikers Shoukhrat Mitalipov könnten falsch sein, kritisiert eine Gruppe um den Stammzellforscher Dieter Egli von der Columbia University. Mitalipov will erstmals erfolgreich mit der Genschere CRISPR-Cas9 eine Genmutation in menschlichen Embryonen entfernt haben. Danach traten weder ein Mosaizismus noch Off-target-Mutationen auf. Laut seinem Bericht soll der Doppelstrangbruch (durch CRISPR-Cas9) im väterlichen Erbgut über eine homologe Rekombination mit der (gesunden) mütterlichen DNA-Sequenz erfolgt sein.

Mitalipovs Team konnte nach der Befruchtung keine Mutationen, sondern nur noch das Wildtyp-Gen nachweisen. Genau das, so die Kritik von Egli et al., sei biologisch aber nicht möglich. Nach der Injektion des Spermiums würden aus väterlicher und mütterlicher DNA zunächst separate Kerne (Pronuclei) entstehen. Diese Barriere verhindere eine Interaktion zwischen paternalem und maternalem Erbgut. Dies sei erst nach Verschmelzung beider Kerne und der ersten Mitose möglich. Nur stiege dann das Risiko für Mosaike. Eben diese sind im Versuch von Mitalipov nicht aufgetreten, was die Forscher gerade auf eine Genreparatur vor der Verschmelzung zurückgeführt hatten. Die Mutationen könnten laut Egli auf einem anderen Weg „verschwunden“ sein: durch eine Parthenogenese, die Entwicklung des Embryos nur aus dem mütterlichen Erbgut. Bei etwa zehn Prozent aller intrazytoplasmatischen Spermieninjektionen entstünden solche Zygoten. Bei Mitalipov war das zu korrigierende Gen nur beim väterlichen Erbgut mutiert.

Egli D, et al. bioRxiv 181255. doi:10.1101/181255

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, ÄiW, Medizinstudenten und MFA ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Alle hausärztlich relevanten Ereignisse und News
Nur Meldungen aus der (Berufs-)Politik
Nur Praxiswissen (Abrechnung, Organisation)
Nur Meldungen aus Medizin und Wissenschaft
Neue Spickzettel, Checklisten u.ä.
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben