Nach offenem BriefKBV unterstützt Kritik an Kassen

Kassen und Politik sind dabei, „es sich mit der gesamten niedergelassenen Ärzteschaft zu verscherzen". Das kritisiert der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am Montag (2. Juli) in einer Mitteilung. Darin schließen sie sich explizit Punkten des Deutschen Hausärzteverbands an.

Kassen und Politik sind dabei, „es sich mit der gesamten niedergelassenen Ärzteschaft zu verscherzen". Das kritisiert der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am Montag (2. Juli) in einer Mitteilung. Darin schließen sie sich explizit Punkten des Deutschen Hausärzteverbands an.
Stellen sich hinter den Hausärzteverband: KBV-Vorstände Drs. Stephan Hofmeister, Andreas Gassen und Thomas Kriedel© Lopata / axentis.de

Berlin. Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) unterstützt wesentliche Positionen, die der Deutsche Hausärzteverband in einem Offenen Brief an den GKV-Spitzenverband formuliert hat. „Das Schreiben verdeutlicht, dass Politik und Krankenkassen auf dem besten Weg sind, es sich mit der gesamten niedergelassenen Ärzteschaft Deutschlands zu verscherzen“, stellte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen am Montag (2. Juli) fest. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Dr. Stephan Hofmeister und Dr. Thomas Kriedel forderte er das Ende „ideologisch motivierter Kontrollwut und Regulierungswahn“ und „Respekt für den freien Beruf“.

Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes, hatte in einem Offenen Brief als Reaktion auf die jüngsten Forderungen des GKV-Spitzenverbandes nach einer Sprechstundenausweitung die zunehmenden Eingriffe in die Freiberuflichkeit kritisiert: „Ihre zunehmenden Bestrebungen, unmittelbar in den Praxisalltag der Ärztinnen und Ärzte einzugreifen, beispielsweise im Rahmen der Ausgestaltung der Sprechstundenzeiten, sind ein Versuch, den freien Beruf des Arztes zu normieren“, adressierte Weigeldt an die Kassen.

Der GKV-Spitzenverband hatte sich zuvor für ausgedehntere Praxis-Öffnungszeiten abends und am Wochenende ausgesprochen, damit Kassenpatienten leichter an Termine kommen.

„Eigentlich ist es Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Ärzte ihren Beruf gerne ausüben und auch der medizinische Nachwuchs sich für die Niederlassung entscheidet. Alle Bemühungen unsererseits, diese Ziele zu erreichen, werden aktuell jedoch vom GKV-Spitzenverband und von Teilen der Politik torpediert“, kritisiert nun der KBV-Vorstand. Auch Weigeldt monierte, dass positive Entwicklungen, etwa der Ausbau der Hausarztverträge oder die Förderung der allgemeinmedizinischen Weiterbildung, ohne Unterstützung, teilweise sogar gegen expliziten Widerstand der Kassen, durchgesetzt werden mussten.

Ein entscheidendes Kriterium bei der Zunahme der Arbeitsbelastung sei die überbordende Bürokratie in den Praxen, die auch abschreckend auf den hausärztlichen Nachwuchs wirke, erinnerte Weigeldt. „Anstatt also die Hausärztinnen und Hausärzte aufzufordern, zukünftig weitere Sprechstunden samstags und spätabends anzubieten, sollten Sie dafür sorgen, dass Sie die Kolleginnen und Kollegen in den Praxen nicht durch überbordende bürokratische Regularien von der Versorgung der Patientinnen und Patienten abhalten.“

Auch KBV-Chef Gassen forderte ein Ende dieses „Regulierungswahns“. Ärzte, die im Schnitt 53 Stunden pro Woche arbeiteten, dürften nicht als Leistungsverweigerer präsentiert werden, schloss er sich maßgeblicher Kritik des Deutschen Hausärzteverbandes an. Darüber hinaus erneuerte die KBV in ihrer Mitteilung ihre Forderung nach einer Entbudgetierung. „Die Erwartungen der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten sind so einfach wie gerechtfertigt: Arbeit, die geleistet wird, muss auch bezahlt werden!“

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