Studienreform gefordertNachwuchs soll sich verpflichten

Der Landarztmangel wird auch in Baden-Württemberg zu einem Problem. Nach Ansicht der CDU reicht die von der Landesregierung geplante Neufassung des Medizinstudiums nicht aus.

Der Landarztmangel wird auch in Baden-Württemberg zu einem Problem. Nach Ansicht der CDU reicht die von der Landesregierung geplante Neufassung des Medizinstudiums nicht aus.
Nachwuchsmediziner sollen sich schon bei der Einschreibung verpflichten.© nd3000 stock.adobe.com

Heilbronn. In der grün-schwarzen Landesregierung droht neuer Streit. CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart hat gegenüber den Zeitungen „Mannheimer Morgen“ und „Heilbronner Stimme“ (Dienstag) gesagt, er wolle den Entwurf zum Ausbau des Medizinstudiums von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) in der aktuellen Form nicht mittragen. Reinhart vermisst in dem Konzept eine klare Ausrichtung zur Bekämpfung des Landarztmangels. Das unterstrich auch Thomas Oeben, Sprecher der CDU-Fraktion, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir wollen ein leistungsfähiges Element, um Ärzte in die Fläche zu bringen“, wird Reinhart zitiert. Dies sei im Entwurf der Ministerin nicht gewährleistet. Reinhart will seine Zustimmung an klare Vorgaben knüpfen. „Wir brauchen eine Landarztquote von zehn Prozent bei der Medizinstudienplatzvergabe, um einen Anreiz dafür zu setzen, dass sich angehende Ärzte auch tatsächlich im ländlichen Raum niederlassen“, forderte er. Eine solche Verpflichtung sei jungen Menschen zumutbar.

Quelle: dpa/lsw

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