Schwangerschaft und KindheitNeues Institut nimmt Fehlernährung in den Blick

Wenn eine werdende Mutter schon zu Beginn der Schwangerschaft stark übergewichtig ist, steigen die gesundheitlichen Risiken für das Kind. Wie lassen sich ernährungsbedingte Krankheiten bei Kindern möglichst vermeiden? Daran forscht ein neues Institut in Karlsruhe.

Wenn eine werdende Mutter schon zu Beginn der Schwangerschaft stark übergewichtig ist, steigen die gesundheitlichen Risiken für das Kind. Wie lassen sich ernährungsbedingte Krankheiten bei Kindern möglichst vermeiden? Daran forscht ein neues Institut in Karlsruhe.
Übergewicht in der Schwangerschaft: ein Risiko für das Neugeborene.© Kletr - stock.adobe.com

Karlsruhe. In einer neuen Einrichtung soll wissenschaftlich erforscht werden, welche Ernährung Kinder wirklich brauchen. Ziel sei ein präventives Ernährungskonzept. „Mit der Arbeit des Institutes schaffen wir einen Leuchtturm für die Forschung in diesem Bereich – in Deutschland und in Europa“, sagte Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) zur Institutseröffnung am Freitag (8. Februar). Dabei machte sie deutlich, dass auch der Staat Verantwortung bei der Ernährung von Kindern übernehmen müsse.

Das Institut für Kinderernährung gehört zum Max Rubner-Institut (MRI), welches Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel ist. Das MRI berät das Landwirtschaftsministerium und forscht zu den Themen Ernährung und Lebensmittel. Es hat insgesamt knapp 700 Mitarbeiter und verfügt über weitere Standorte in Kiel, Detmold und Kulmbach.

Institutschefin Dr. Regina Ensenauer erklärte, die Grundlage für ernährungsbedingte Erkrankungen bei Kindern werde oftmals schon im Mutterleib gelegt. Das Übergewicht einer werdenden Mutter bereits zu Beginn der Schwangerschaft erhöhe beim Kind das Risiko, selbst später übergewichtig zu werden und eine Folgeerkrankung wie Diabetes Typ-2 zu bekommen, sagte sie. „Die Einflüsse der Übergewichtigkeit der Mutter gehen auf den Fötus über und können ihn in seiner Entwicklung beeinträchtigen“, so die Kinderärztin. Die Entwicklung der Organe im Fötus sei eine sehr sensitive Phase. „Wenn da Einflüsse kommen, die diese Entwicklung stören, dann wird diese nicht mehr so stattfinden, wie eigentlich gedacht.“

Dabei hält es Ensenauer für wenig sinnvoll, Kindern besondere Kinderlebensmittel zu geben. Wenn Obst oder Karottenbrei durch Frucht-Quetschbeutel ersetzt würden, gehe das in eine falsche Richtung. Das Füttern mit einem Löffel fördere zum Beispiel die Mundmotorik des Kindes. Außerdem sei Quetschmus oft mit Fruchtsaft und damit mit zusätzlichem Zucker versetzt.

 

 

Quelle: dpa

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