Drohende UnterversorgungSaar-Parlament bringt Landarztquote auf den Weg

Die Landarztquote für Medizinstudenten im Saarland kommt. Ziel ist es, eine drohende medizinische Unterversorgung bestimmter Gebiete zu verhindern. Derzeit sind von 660 niedergelassenen Hausärzten rund 38 Prozent über 60 Jahre alt.

Die Landarztquote für Medizinstudenten im Saarland kommt. Ziel ist es, eine drohende medizinische Unterversorgung bestimmter Gebiete zu verhindern. Derzeit sind von 660 niedergelassenen Hausärzten rund 38 Prozent über 60 Jahre alt.
Die Landarztquoten-Mediziner müssen sich laut Gesetzesentwurf verpflichten, mindestens zehn Jahre in einer Landarztpraxis zu arbeiten.© ronstik - stock.adobe.com

Saarbrücken. Die sogenannte Landarztquote für Medizinstudenten im Saarland kommt. Der Landtag stimmte am Mittwoch einstimmig in erster Lesung einem entsprechenden Gesetzentwurf zu.

Er sieht vor, dass vom Wintersemester an bis zu 22 Studenten auch ohne Spitzen-Abitur bevorzugt einen Medizin-Studienplatz erhalten können. Dies sind 7,8 Prozent der Medizin-Studienplätze im Saarland. Sie müssen sich verpflichten, mindestens zehn Jahre in einer Landarztpraxis zu arbeiten.

Unterversorgung verhindern

Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) sagte, Ziel sei es, eine drohende medizinische Unterversorgung bestimmter Gebiete des Saarlandes zu verhindern. Von 660 niedergelassenen Hausärzten sind derzeit rund 38 Prozent bereits über 60 Jahre alt. Fast jeder fünfte Hausarzt arbeitet über das 65. Lebensjahr hinaus. Schon jetzt sei der Bereich Wadern unterversorgt, in Lebach drohe eine Unterversorgung.

Studenten, die nach dem Ende des Studiums die Verpflichtung zur Tätigkeit als Landarzt nicht einhalten, müssen eine Vertragsstrafe von 250.000 Euro bezahlen.

Situation könnte sich verschärfen

“Wir begrüßen diese Abkehr von der Fixierung auf die Abiturnote”, sagte Astrid Schramm (Linke). Mittel- und langfristig seien aber deutlich mehr Studienplätze nötig. “Wir wissen, dass sich die Situation in den nächsten Jahren dramatisch verschärfen könnte”, sagte Magnus Jung (SPD).

Nach Angaben Bachmanns sind die ersten Landarztquoten-Mediziner im Jahr 2031 zu erwarten. Der Gesetzentwurf wird jetzt im Gesundheitsausschuss beraten.

Quelle: dpa/lrs

E-Mail-Adresse vergessen? Schreiben Sie uns.
Passwort vergessen? Sie können es zurücksetzen.
Nur wenn Sie sich sicher sind.

Sie haben noch kein Passwort?

Gleich registrieren ...

Für Hausärzte, VERAH® und ÄiW (Allgemeinmedizin und Innere Medizin mit hausärztlichem Schwerpunkt) ist der Zugang immer kostenfrei.

Mitglieder der Landesverbände im Deutschen Hausärzteverband profitieren außerdem von zahlreichen Extras.


Persönliche Daten

Ihr Beruf

Legitimation
Die Registrierung steht exklusiv ausgewählten Fachkreisen zur Verfügung. Damit Ihr Zugang freigeschaltet werden kann, bitten wir Sie, sich entweder mittels Ihrer EFN zu legitimieren oder einen geeigneten Berufsnachweis hochzuladen.
Einen Berufsnachweis benötigen wir zur Prüfung, wenn Sie sich nicht mittels EFN autorisieren können oder wollen.
Mitglied im Hausärzteverband
Mitglieder erhalten Zugriff auf weitere Inhalte und Tools.
Wir verifizieren Ihre Mitgliedschaft anschließend.

Newsletter
Sie stimmen zu, dass wir Ihre E-Mail-Adresse für diesen Zweck an unseren Dienstleister Mailjet übermitteln dürfen. Den Newsletter können Sie jederzeit wieder abbestellen.

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl
Alle der unten angegebenen Newsletter
Spicker, Checklisten und Medizin für die hausärztliche Praxis, berufspolitische News, sowie Neues aus Wissenschaft und Organisation
Inhalt und E-Paper neuer HAUSARZT-Ausgaben
Nachrichten aus der Industrie

Das Kleingedruckte
Die Zustimmung ist notwendig. Sie können Sie jederzeit widerrufen, außerdem steht Ihnen das Recht zu, dass wir alle Ihre Daten löschen. Jedoch erlischt dann Ihr Zugang.

Auswahl ändern/abbestellen

Wenn Sie für Ihr bestehendes Newsletter-Abo andere Themen auswählen oder den Newsletter abbestellen wollen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an und wählen Sie die gewünschte Funktion. Wir senden Ihnen dann eine E-Mail zur Bestätigung.

Nach oben