Gesetzentwurf von SpahnHebammen sollen künftig studieren

Geht es nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn, reicht eine Hebammen-Ausbildung in Zukunft nicht mehr aus. Um gestiegene Anforderungen gerecht zu werden, plant er einen eigenen Studiengang für Geburtshelfer.

Geht es nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn, reicht eine Hebammen-Ausbildung in Zukunft nicht mehr aus. Um gestiegene Anforderungen gerecht zu werden, plant er einen eigenen Studiengang für Geburtshelfer.
Mit Studium in besseren Händen?© Kzenon stock.adobe.com

Berlin. Angehende Hebammen sollen künftig statt einer Ausbildung ein Studium benötigen. Das geht aus einem Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hervor, über den das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag) berichtet. Er solle nun innerhalb der Bundesregierung abgestimmt werden. „Die Anforderungen an die Geburtshilfe steigen ständig. Dafür ist ein duales Studium mit einem großen praktischen Anteil die beste Vorbereitung“, sagte Spahn dem RND. Dadurch erhöhe sich auch die Attraktivität des Berufes insgesamt.

Schon im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart, die Ausbildung von Hebammen nach EU-Vorgaben als akademischen Beruf umzusetzen. Hintergrund ist eine EU-Verordnung, nach der bis 2020 der Beruf über einen Bachelor-Abschluss erlernt werden soll. In einigen Städten gibt es bereits solche Studiengänge. Meist erfolgt die Ausbildung aber an Hebammenschulen.

Quelle: dpa

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