Leserbriefe

Ärzte müssen nicht auf Infoportal warten

Dr. Klaus Koch, Ressortleiter Gesundheitsinformation IQWiG, Betreff: „Hier werden Sie geholfen“, HA 16, 5.10.18, S. 1

Wir haben uns gefreut, dass Sie in Ihrem Editorial das Thema Informationen im Internet aufgreifen. Etwas amüsiert waren wir nur über Ihren Schlusssatz, dass „gesundheitsinformation.de in der Versenkung“ verschwunden sei. Aktuell greifen monatlich etwa 800.000 Besucher direkt auf gi.de zu. Zudem haben wir Kooperationen unter anderem mit der TK, der Barmer, der AOK und anderen Krankenkassen. Natürlich wollen wir unsere Bekanntheit und Nutzung steigern, aber in der Versenkung sind wir sicher nicht.

Übrigens müssen Ärzte nicht auf das Portal warten, um ihre Patienten bei der Suche nach guten Informationsangeboten im Internet zu unterstützen. Wir bieten zum Beispiel einen Flyer an, der bei der Suche unterstützt: https://www.gesundheitsinformation.de/flyer-gute-gi. Diesen Flyer und weitere Broschüren zu vielen Erkrankungen können Ärzte kostenlos bei uns bestellen: gi-kontakt@iqwig.de

Stolz auf verschiedene Kompetenzen

Dr. Markus Rupprecht, FA f. Innere Medizin, Holzgerlingen, Betreff: „Keine Verwässerung von Qualitätsstandards“, HA17, 20.10.18, S. 1

Statt mit Wutschaum vor dem Mund und klientelfixiert wie wir es nur von der FDP kennen, stur auf Rumpelstilzchen zu machen, hätte ich mich über einen Bundesvorsitzenden gefreut, der stolz ist auf die breiten Angebote der basismedizinischen Versorgung in Deutschland dank einer Vielzahl von Ärztinnen und Ärzten mit unterschiedlichen Kompetenzen und Schwerpunkten.

Ich bin froh, in unmittelbarer Nachbarschaft eine Kollegin zu haben, die Akupunktur anbietet, eine andere, die naturheilkundlich arbeitet, im Nachbardorf einen, der sportmedizinische Kompetenzen hat, eine weitere, die chirurgisch fitter ist als ich. Ich selbst arbeite gerne palliativmedizinisch und geriatrisch. Und nun, Herr Facharzt für Allgemeinmedizin Weigeldt, raten Sie mal, um welche Fachärztinnen und Fachärzte es sich rein formal bei den Kolleginnen und Kollegen und mir handelt?

Richtig: Es sind beileibe nicht alle nur fünfjährig weitergebildete Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin.

Offensichtlich ist Herrn Weigeldt entgangen, wie sich in den letzten Jahren die Weiterbildung inhaltlich, methodisch und auch zwischenmenschlich in allen Fächern verändert hat: Ich hatte neulich eine Weiterbildungsassistentin der Gynäkologie am Telefon, die mit mir vor Entlassung die perioperative Blutzuckerproblematik diskutierte. Chirurgen verstehen mittlerweile, dass bestimmte Verbandswechsel in der Basisversorgung durchaus problematisch sein können, und Erkenntnisse aus der Geriatrie setzen sich in allen Disziplinen mehr und mehr durch.

Übrigens arbeiten immer noch praktische Ärztinnen und Ärzte ohne jeglichen Qualitätsstandard als Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeinmedizin – ein Urteil über diese „Verwässerung von Qualitätsstandards“ verbiete ich mir – was zählt ist die Qualität der täglichen Arbeit!

Und: Der von Herrn Weigeldt zu recht festgestellte große Nachholbedarf im internationalen Vergleich gerade in der Basisversorgung liegt ausschließlich an den fehlenden staatlichen Vorgaben in Deutschland und einer exzessiven Klientelpolitik aller Beteiligten – aber mit dem ideologisch, nicht inhaltlich begründeten Abwickeln des Gesundheitssystems der DDR haben wir schon vor Jahrzehnten eine einmalige Chance verspielt.

Erratum

In „Der Hausarzt“ 13 haben wir über die Aussetzung der Qualitätsprüfungen berichtet. Hier hat sich versehentlich ein Fehler eingeschlichen. Richtig ist: Die Aussetzung betrifft nur die Qualitätsprüfungen auf Basis der Qualitätsprüfungs-Richtlinien des G-BA. Nicht erfasst sind hingegen die Qualitätsprüfungen auf Basis der bundesmantelvertraglichen Qualitätssicherungsvereinbarungen gemäß Paragraf 135 Abs. 2 SGB V. Diese Prüfungen dürfen Kassenärztliche Vereinigungen (KV) also wie bisher veranlassen und Unterlagen von Vertragsärzten anfordern.

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