GesundheitsuntersuchungAufregung um Check-up lichtet sich

Die neuen Vorgaben für die Gesundheitsuntersuchung haben erneut für Wirbel in den Hausarztpraxen gesorgt. Doch so langsam lüftet sich das Kommunikationschaos.

Die neuen GU-Vorgaben schon umsetzen oder nicht? Das fragen sich derzeit viele Hausärzte.

Berlin. Die Gesundheitsuntersuchung (GU), bisher als Check-up 35 bekannt, hat in Hausarztpraxen am Montag (8. April) nochmals zu Verwirrung geführt. Anlass dafür war eine Aussage des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) in der “Rheinischen Post” (RP) vom Montag, die eine Sprecherin des Ministeriums am Dienstag (9. April) auf Nachfrage von “Der Hausarzt” revidiert hat.

In der RP wurde es damit zitiert, dass für die GU noch das alte Untersuchungsintervall von zwei Jahren gelte, da die EBM-Änderung erst in Kraft trete, wenn das BMG den Beschluss nicht beanstande. Dies stellte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag nun richtig: Das BMG prüfe derzeit zwar noch den Beschluss, er gelte für Praxen aber trotzdem schon seit 1. April 2019. Die Auffassung des Ministeriums deckt sich damit jetzt mit den Aussagen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Am Freitag, 29. März, hatte der Bewertungsausschuss die EBM-Änderung der 01732 EBM (GU) und weiterer Ziffern beschlossen. Dies sollte zum Montag, 1. April, in Kraft treten. Im Laufe der ersten Aprilwoche schlossen sich daher die meisten KVen der Meinung an, dass Hausärzte ab dem Stichtag 1. April die neuen Intervalle umsetzen müssen. Sprich: Nur wer zuletzt vor 2017 an einer GU teilgenommen hat, darf seinen Check-up-Termin ab April in 2019 wahrnehmen.

In den Praxen verursachte dies sehr viel Organisationsaufwand. Denn durch den sehr kurzfristigen Beschluss und die zögerliche Information darüber blieb den Hausärzten keine Zeit, sich auf das neue Intervall umzustellen. bereits vereinbarte GU-Termine für viele Patienten mussten abgesagt oder verschoben werden. Die Aufklärung der Patienten über die neuen Voraussetzungen nimmt viel Zeit des Praxisteams in Anspruch. Auch bisher blieben offizielle Hinweise aus, wie genau der Beschluss umzusetzen ist.

“Das Chaos, das in den Hausarztpraxen ausgelöst wird, scheint in Berlin nicht zu interessieren”, kommentiert daher Dr. Markus Beier, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbands die Vorgänge um die neue GU. “Wir Hausärztinnen und Hausärzte sind einmal mehr zum Spielball der Selbstverwaltung in Berlin geworden.”

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