Paukenschlag in HamburgErsatzkassen: Kein Geld mehr für Modellprojekt Gesundheitskiosk

Erst kürzlich hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Einrichtung von rund 1000 Gesundheitskioske für Deutschland angekündigt. Vorbild sollte das Modellprojekt in Hamburg-Billstedt sein. Dieses Vorzeigeprojekt wollen die Ersatzkassen nicht mehr weiter finanzieren: Zu teuer, so ihr Urteil.

Die Mitarbeiter im Gesundheitskiosk Billstedt helfen auch beim Ausfüllen von Formularen.

Hamburg. Die Ersatzkassen Barmer, DAK und Techniker Krankenkasse haben dem bundesweit als Modellprojekt dienendem Gesundheitskiosk in Hamburg die Finanzierung aufgekündigt.

Die Kosten des Kiosks, der Menschen in den sozialen Brennpunktstadtteilen Billstedt und Horn gesundheitlich berät, würden über das Jahresende hinaus nicht weiter mitgetragen, erklärten die Kassen am Donnerstag (22.9.).

In der Einrichtung würden auch Beratungen angeboten, die zwar das Thema Gesundheit beträfen, aber nicht in den Aufgabenbereich der gesetzlichen Krankenversicherungen fielen, hieß es. Zudem stehe der Betrieb in keinem Verhältnis zu den hohen Aufwendungen der Kassen.

Nur AOK Rheinland-Hamburg reicht nicht

Die AOK Rheinland/Hamburg, die wie auch die Mobil Krankenkasse an der Finanzierung des Gesundheitskiosks beteiligt ist, kündigte hingegen an, ihr Engagement fortsetzen zu wollen.

Dennoch droht dem Modellprojekt das Aus: Ohne die Mittel der drei Ersatzkassen sei ein Weiterbetrieb nicht möglich, sagte der Geschäftsführer des Gesundheitskiosks, Alexander Fischer, der Deutschen Presse-Agentur.

Lauterbachs “Prototyp” droht Insolvenz

Für ihn sei der Schritt der Ersatzkassen völlig überraschend gekommen. Da Insolvenz drohe, müsse er voraussichtlich in Kürze Kündigungen aussprechen. Der Kiosk beschäftigt 16 Mitarbeiter. Der Betrieb kostet rund einer Million Euro pro Jahr.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte die Hamburger Einrichtung erst Ende August besucht und sie als “Prototyp” des von ihm geplanten Aufbaus von bundesweit 1000 Gesundheitskiosken in sozial benachteiligten Regionen in ganz Deutschland bezeichnet.

Die Kosten sollen seinen Plänen zufolge zu 74,5 Prozent die gesetzliche Krankenversicherung, zu 5,5 Prozent die privaten Krankenkassen und zu 20 Prozent die Kommunen übernehmen.

Quelle: dpa

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